Kreide gegen Raser: Kinder weisen auf Tempo 30 hin

dzVerkehr

Seit Montag ist die Graf-Adolf-Straße in Fröndenberg gesperrt – mit den erwarteten Folgen. Autofahrer weichen auf Wohnstraßen aus. Kinder erinnern sie jetzt daran, dass dort Tempo 30 gilt.

Fröndenberg

, 26.09.2019, 10:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fröndenberg stellt sich in vielen Bereichen für die Zukunft auf. Die Stadtwerke machen da keine Ausnahme und verlegen aktuell neue Stromleitungen in der Graf-Adolf-Straße, Hausanschlüsse werden erneuert. Möglich ist das nur, weil die stark frequentierte Straße seit Montag, 23. September, voll gesperrt ist.

Die Stadtwerke rechnen mit einer Bauzeit von einem Monat, die Fröndenberger und Gäste der Ruhrstadt werden sich also an Verkehrsbehinderungen gewöhnen müssen. Wer sich auskennt, umfährt den Bereich weiträumig. Doch viele Autofahrer nutzen jetzt eben auch kleinere Wohnstraßen, um an ihre Ziele zu gelangen.

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Die Anlieger dort müssen damit leben, dass vor ihrer Haustür mehr Verkehr herrscht als sonst. Auch die Lärmbelästigungen nehmen sie hin. Ein Anwohner der Magdalenenstraße aber weist jetzt auf ein ganz akutes Problem hin. In den Straßen gilt Tempo 30. Wer auf die Verkehrszeichen achtet, weiß das.

„Die Zahl der Autos hat erheblich zugenommen. Viele Fahrer vergessen offenbar, dass sie in einer Tempo-30-Zone unterwegs sind, und rasen rücksichtslos durch die Straße“, erklärt der Anwohner und weiß seine Nachbarn hinter sich. Aus gutem Grund: An der Magdalenenstraße leben auch viele Kinder, die ihre Freizeit gerne im Freien verbringen. Und auch wenn die Magdalenenstraße keine verkehrsberuhigte Zone (Spielstraße) ist, so sollten Autofahrer Rücksicht auf die Kinder nehmen.

Die Mädchen und Jungen haben kreativ reagiert: Damit sie gefahrloser über die Straße kommen, haben Kinder der Magdalenenstraße bereits einen eigenen Zebrastreifen aufgemalt. Verkehrsrechtlich haben die Kreidestriche keine Bedeutung, sie sind für Autofahrer nicht bindend. Sie könnten aber die Aufmerksamkeit der Fahrzeugführer erregen und so tatsächlich zu mehr Aufmerksamkeit führen.

Kreide gegen Raser: Kinder weisen auf Tempo 30 hin

Auf der Magdalenenstraße gilt Tempo 30. Mit Kreide weisen die Kinder dort darauf hin, dass es sie dort gibt: ein Ruf nach verantwortungsvollem Fahren. © Privat

Gleiches gilt für einen Hinweis auf die geltende Geschwindigkeitsbegrenzung. Die Anwohner der Magdalenenstraße würden sich wünschen, dass solche Maßnahmen gar nicht nötig wären und Autofahrer sich an Tempo 30 hielten und verantwortungsvoll führen.

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Die Polizei kann jederzeit Geschwindigkeitskontrollen durchführen, hat die Tempo-30-Bereiche in Fröndenberg ohnehin stets im Auge. Und die Kinder werden hoffen, dass es nicht allzu viel regnet und ihre Kreidemarkierungen wieder verschwinden. Ansonsten werden sie neue aufmalen – wenn mal kein reger Verkehr herrscht. Also eher abends.

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