Kreative Produktwerkstatt: Ausflugspakete sind Thema beim zweiten Workshop

dzTourismus

Ob Sternengucker-Abendessen oder Kutschfahrt zum Golfplatz. Fröndenberg will touristische Angebote bündeln. Wer sich an der Ideenfindung beteiligen möchte, ist zum Workshop eingeladen.

Fröndenberg

, 15.10.2019, 13:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wir können das als Stadt nicht alleine leisten“, sagt Fachbereichsleiter Ole Strathoff mit Blick auf die Optimierung touristischer Angebote der Stadt. Deswegen ruft er noch einmal alle Fröndenbergerinnen und Fröndenberger auf, sich am zweiten Workshoptermin der kreativen Produktwerkstadt zu beteiligen. Konkret sollen im zweiten Aufschlag touristische Stärken wie etwa Golf, Pferdesport, Kultur oder die Nähe zum Ruhrtalradweg zu Ausflugspaketen verpackt werden – aus Stärken wird so ein konkretes Produkt.

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Christian Rast, Prokurist der Freizeit- und Tourismusberatung GmbH ift aus Köln, hatte zum ersten Termin der sogenannten „Kreativen Produktwerkstatt“ ein sprachliches Bild verwendet, um die touristische Situation in Fröndenberg zu verdeutlichen. Es gebe viele Angebote wie einzelne Blumen, die nun zu einem Strauß gebunden werden müssten.

Zweiter Anlauf für Produktwerkstatt

Die Idee, in einer Produktwerkstatt gemeinsam mit unterschiedlichen Akteuren auf solche Blumensträuße hinzuarbeiten, stammt von der Fröndenberger SPD-Fraktion. Die Sozialdemokraten hatten bereits im Januar 2018 beantragt, dass in ähnlicher Form an der Weiterentwicklung touristischer Konzepte gearbeitet wird.

Kreative Produktwerkstatt: Ausflugspakete sind Thema beim zweiten Workshop

Beim Blick auf die Ruhr wird klar, was Tagestouristen an Fröndenberg schätzen könnten. © Nolte/Archiv

Doch kurze Zeit später brachte Dr. Karl-Heinrich Sümmermann seine Tourismus-Initiative ins Rollen. Und weil die Verwaltung verhindern wollte, dass an zu vielen Baustellen gleichzeitig gearbeitet wird, hat sie die Produktwerkstatt zunächst auf Eis gelegt.

Im März dieses Jahres ist von der Politik beschlossen worden, dass Büro ift mit ins Boot zu holen. Die Tourismusberatung hatte schon das Tourismuskonzept im Jahr 2012 mit erstellt. ift sei auch im Jahr 2018 an der Weiterentwicklung des touristischen Beschilderungskonzepts beteiligt gewesen, erklärt Ole Strathoff von der Stadtverwaltung.

Erster Workshop lief im September – Zielgruppen wurden definiert

Am 21. September hat Christian Rast mit geladenen Fröndenbergern aus dem Bereich Tourismus einen ersten Workshop durchgeführt. Es galt, konkret zu definieren, welche Angebote die Ruhrstadt bietet, welche Zielgruppen touristische Produkte ansprechen können – und was der Begriff „Tourismus“ für Fröndenberg und die weitere gemeinsame Arbeit überhaupt bedeuten sollte.

Kreative Produktwerkstatt: Ausflugspakete sind Thema beim zweiten Workshop

Das Neue Hotel am Park hatte 2012 eröffnet. Viele Gäste der Stadt kamen dort bereits unter. Für mehr Touristen müssten es in Fröndenberg auch mehr Betten geben. Noch Sucht die Stadtverwaltung nach einem Investor, der das neue Hotel erweitert. © Archiv

Dass wohl kaum jemand nach Fröndenberg kommt, um 14 Tage Urlaub an der Ruhr zu machen, ist allen Beteiligten klar. Eine wichtige Zielgruppe sind und bleiben die Radfahrer. Das sei auch bei dem Workshop noch einmal deutlich geworden, resümiert Ole Strathoff. Daneben sollten sich entsprechende Angebote auf Tagesausflügler konzentrieren, die zum Beispiel zum Reiten, für eine Kabarett-Veranstaltung oder für einen Besuch auf Hof Sümmermann nach Fröndenberg kommen. Daneben kamen auch „Geschäftstouristen“ ins Gespräch. Also Menschen, die für eine Tagung oder Besprechung nach Fröndenberg kommen.

Der Termin

  • Rund 25 Personen hatten sich am ersten Workshop beteiligt.
  • Aus Sicht der Stadtverwaltung könnten noch viel mehr Fröndenberger an der Kreativen Produktwerkstatt teilnehmen.
  • Die Einladungen für den zweiten Workshop sollten die großen Tourismus-Akteure in den kommenden Tagen in ihrem Briefkasten finden.
  • Der zweite Termin ist am Dienstag, 12. November, um 17.30 Uhr im Sitzungssaal des Fröndenberger Stiftsgebäudes.
  • Wer keine Einladung bekommen hat – sich aber dennoch einbringen möchte – sollte sich bei den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, Hubert Sallamon unter Tel. (02373) 976-238 oder Ole Strathoff unter Tel. (02373) 976-214 anmelden, damit die Verwaltung besser planen kann.

Zu dem zweiten Workshop ist nun jeder eingeladen. Auch diejenigen, die am ersten Workshop nicht teilnehmen konnten, sagt Strathoff. Genauso wie diejenigen, die von der Stadtverwaltung in den kommenden Tagen keine persönliche Einladung erhalten. Es gebe bestimmt viel mehr interessante Angebote, als die Stadtverwaltung auf dem Schirm hat.

Ergebnisse werden der Politik im Dezember vorgestellt

Beim ersten Termin habe sich zum Beispiel der Hobby-Fotograf Markus Paul aus Kessebüren unaufgefordert mit eingebracht. Er bietet Sternwanderungen an, die zum Beispiel mit einem Abendessen in einer der Fröndenberger Gaststätten kombiniert werden könnten, erklärt Ole Strathoff das Konzept. „Wir werden die Ergebnisse Ende des Jahres auf die politische Bühne heben“, sagt er. Am 5. Dezember werden die Ergebnisse im Fachausschuss vorgestellt.

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