Konzert mit „Good Wood“ krönt das Jubiläumsjahr

dz40 Jahre Kfu

Covern kann jeder, „Good Wood“ kann mehr: Krönender Abschluss der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen von Kfu in der Kulturschmiede war das Wohnzimmer-Konzert der famosen Mendener Band.

von Martin Krehl

Fröndenberg

, 15.12.2019, 13:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Man war unter sich - eine exzellente Band und ihr treues Publikum. „Good Wood“ aus Menden spielten eine Art Wohnzimmerkonzert in der Kulturschmiede, so vertraut und vertraulich war die Stimmung in der feinen Halle im Himmelmannpark. Als Abschluss des Festjahres zum 40-jährigen Bestehen des rührigen Vereins Kultur für uns (Kfu) hätte es kaum eine Alternative gegeben - schließlich haben „Good Wood“ vor zwölf Jahren die vorzeitig fertig gewordene Bühne der Kulturschmiede eingeweiht.

Konzert mit „Good Wood“ krönt das Jubiläumsjahr

Früher haben Kfu-Mitglieder gekocht, gebacken und serviert, heute darf ein Caterer die Gäste verwöhnen. © Martin Krehl

Freunde über die Ruhr hinweg

Ausgerechnet eine Band aus Menden in Fröndenbergs guter Stube? Kein Ding, „Good Wood“ sind alte Freunde. Vor zwölf Jahren wagten sie noch als Akustik-Trio den Gig jenseits der Ruhr und starteten eine regionale, aber steile Karriere.

Selbstbewusst und sicher, aber allürenfrei, locker vom Hocker, unprätentiös in der Show, aber handwerklich 1a. „Good Wood“ ist eigentliche keine Band, sondern ein musikalischer Gemischtwarenladen mit dem „Für jeden was“-Sortiment an Stilrichtigungen und Genres - von der hüfteschwingenden Salsa zum emphatischen Chanson, von den harten Gitarrenriffs zur schmelz-schmalzigen Violine.

Dabei covern die Good-Woods nicht einfach nur, sie streifen mehr oder weniger bekannten Klassikern ihren Stil über wie ein Maßhemd. Alles sitzt, nichts wackelt, alles glatt, ohne plattgebügelt zu sein. Von Lady Gaga bis David Guetta, von Led Zeppelin-Anklängen bis zu den Eurythmics, sogar der israelischen Kriegsanklage-Song, alles gefällt ohne gefällig sein zu wollen.

Band überzeugt auf Deutsch

Und alle sind sie die Kinder eines Bofrost-Mannes, wie die Band launig-verschmitzt den „Son of a preacherman“ ins Mendenerische übersetzt. Überhaupt sind sie klasse, wenn sie deutsche Texte singen wie etwa den Nussschälchenblues. Augenzwinkern, sich selbst teils kräftig auf die Schippe nehmend, mal launig-kalauernd, immer ernstzunehmen in ihrer musikalischen Bandbreite - eine tolle Combo mit Günter Sticky Fingers Spancken, dem Multitasking-Basspercussionsvokalisten Tobias Hommel, dem wieselflinken Keyboarder Wilfried Pieper, der streichzarten Anja Hommel und der saustarken Stimmakrobatin Nadine Müller.

Konzert mit „Good Wood“ krönt das Jubiläumsjahr

Kfu-Boss Frank Schröer freute sich Gründungsmitglieder und langjährige Mitarbeiter des Kulturvereins begrüßen zu dürfen. © Martin Krehl

Kfu-Vorsitzender Frank Schröer spannte den Bogen in seiner Begrüßung vom Klassenzimmer am Sodenkamp, also von den Anfängen des 40-jährigen Kulturvereins bis ins 100 Mitglieder starke Hier und Jetzt. In der Schmiede nebenan hingen Plakate aus vier Jahrzehnten harter Arbeit: "Solange ihr kommt, machen wir weiter", versprach Schröer und lenkte den Blick schon mal auf den 18. Januar, wenn Vocality für den Kfu jazzt.

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