Komplexe Verhandlungen um die Schürenfeld-Grundstücke

dzErschließung frühestens 2020

Grundstücksverhandlungen sind per se nichtöffentlich. Weil sich die Realisierung des geplanten Gewerbegebietes jedoch hinzieht, mehren sich Nachfragen, ob das Projekt noch aktuell ist.

Fröndenberg

, 01.11.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es ist, bestätigt Fachbereichsleiter Martin Kramme. Vor mehr als zwei Jahren war die Stadt in die Grundstücksverhandlungen gestartet, um den Weg zu ebnen für die Ansiedlung von ungefähr 15 Betrieben auf 18 Hektar Gewerbefläche westlich der B233. Seither hat die Stadt bereits einige Grundstücke gekauft, jedoch längst nicht alle. Deshalb taucht auf der Übersicht der Stadt über ihre anstehenden Projekte das Schürenfeld zwar mit 3 Millionen Euro für Grunderwerb auf. Die Erschließung ist aber erst für 2020/2021 vorgesehen und mit 1,15 Millionen Euro eingeplant.

Warum es so lange dauert? „Grundstücksverhandlungen sind ein Puzzlespiel. Es braucht Zeit, weil viele individuelle Dinge zu berücksichtigen sind“, sagt Martin Kramme. In diesem Jahr habe die Stadt etliche Tauschflächen erworben, „und wir sind mit weiteren Partnern im Gespräch“, so Kramme. Doch nicht immer sei der Tausch von Flächen einfach.

Was der Fachbereichsleiter damit meint, aber öffentlich nicht sagen kann, wird am Beispiel des Landwirts Kötter deutlich. 2014 hatte Landwirt Heinrich Kötter sich geweigert, Flächen fürs Gewerbegebiet abzugeben, ehe nicht einige Verkehrsfragen gelöst seien. Mittlerweile hat Sohn Jürgen Kötter den Hof übernommen und bestätigt, dass die Stadt die Verkehrsfragen gelöst habe und er grundsätzlich bereit sei, seine 1,8 Hektar fürs Gewerbegebiet zur Verfügung zu stellen. Auch die angebotenen Tauschflächen seien akzeptabel - „wenn sie nicht schon auf Jahre verpachtet wären“, so Jürgen Kötter. Also muss die Stadt nach weiteren Grundstücken suchen, die alternativ angeboten werden können.

„Es ist eine langwierige Aufgabe, aber lösbar“, sagt Martin Kramme. Eine genaue Prognose, wann der erste Spatenstich im Schürenfeld gesetzt werden kann, wagt er nicht. „Das kann noch dauern.“

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