Wähler in Fröndenberg können sechs Parteien in den Stadtrat verhelfen

dzKommunalwahl 2020

Für die Kommunalwahl 2020 ist eine wichtige Frist abgelaufen: Es können keine Wahlvorschläge mehr eingereicht werden. Sechs Parteien bewerben sich nun um Mandate im Fröndenberger Stadtrat.

Fröndenberg

, 29.07.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Rat der Stadt Fröndenberg wird am 13. September neu bestimmt. Unter sechs Parteien und Wählergemeinschaften können die Wahlberechtigten voraussichtlich entscheiden. Das letzte Wort hat noch der Wahlausschuss.

Im Rathaus sind bis zum Fristablauf am Montag um 18 Uhr die Unterlagen sämtlicher bereits im Rat mit mindestens einem Sitz vertretenen Parteien bzw. Wählergemeinschaften eingegangen.

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Wie Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe auf Anfrage mitteilte, werden sich SPD, CDU, Bündnis `90/Die Grünen, FWG, FDP und Die Linke um die Mandate im Stadtparlament bewerben.

Die AfD hatte vor Kurzem angekündigt, in Fröndenberg weder zur Rats- noch zur Bürgermeisterwahl antreten zu wollen.

Wahlausschuss muss förmlich entscheiden

Der noch amtierende Rat der Stadt hat 34 Mitglieder; der Bürgermeister als Vorsitzender des Rates hat zudem selbst Sitz und Stimme. Aktuell gibt es folgende Stimmverteilung: Bürgermeister/Ratsvorsitz 1, SPD 14, CDU 12, Grüne 4, FWG 2, FDP 1 und Linke 1.

Ebenfalls keine Überraschung gibt es bei der Kandidatur für das Bürgermeisteramt: Mit Sabina Müller (SPD), Heinz-Günter Freck (CDU), Frank Schröer (Grüne) und Matthas Büscher (FWG) treten die bereits im Vorfeld von ihren Gremien nominierten Bewerber an.

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Ein Versuch von Einzelbewerbern zu kandidieren, die bis zum Stichtag eine gewisse Zahl von Unterstützungsunterschriften hätten erbringen müssen, sei ihm nicht bekannt, sagte Rebbe.

Der Verwaltungschef betonte, dass der Wahlausschuss noch über die form- und fristgerechte, also fehlerfreie Einreichung der Wahlvorschläge entscheiden muss.

Briefwahl ab Mitte August möglich

Erst wenn der Wahlausschuss am Donnerstag über die gültigen bzw. ungültigen Wahlvorschläge entschieden hat, steht auch formal fest, wer am 13. September bei der Kommunalwahl antreten darf.

Praktisch heißt das auch, dass dann die Stimmzettel und Briefwahlunterlagen gedruckt werden können. Etwa Mitte August, so Rebbe, werden die Briefwahlunterlagen in den Briefkästen der Wahlberechtigten landen.

Friedrich-Wilhelm Rebbe ist als Bürgermeister auch Wahlleiter bei dieser Kommunalwahl, weil er nicht erneut selbst bei der Wahl des Stadtoberhaupts antritt.

Der Wahlausschuss kommt am Donnerstag, 30. Juli, um 17 Uhr im Sitzungssaal des Stiftsgebäudes zusammen. Die Sitzung ist öffentlich; Einwohner können wie üblich Fragen an die Verwaltung richten.

In der ersten Version dieses Artikels waren auf Grundlage des Ratsinformationssystems für die CDU-Fraktion nur 11 Mandate aufgeführt worden. Aktuell ist aber der Sitz des verstorbenen CDU-Ratsherrn Karl Becker noch nicht nachbesetzt worden.
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