Knöllchen beim Aufbau des Rennradmuseums: Ehrenamtler beantragen Sondergenehmigung

dzMuseen in Fröndenberg

Der bürokratische Teil ist geschafft: Das Fröndenberger Rennradmuseum ist jetzt eingetragener Verein. Wenn das Team jetzt noch auf dem Markt be- und entladen dürfte, liefe der Umbau schneller.

Fröndenberg

, 10.03.2020, 13:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Museumslandschaft in Fröndenberg wird in diesem Jahr ein gutes Stück wachsen. Denn das geplante Rennradmuseum, das es in ähnlicher Form deutschlandweit kein zweites Mal gibt, geht mit großen Schritten voran. Nach der Vereinsgründung im vergangenen Jahr ist das Team hinter dem Museum nun offiziell als Verein eingetragen.

Auch wenn diese letzte Hürde nur auf dem Papier zu bestehen schien, so ist die offizielle Eintragung doch wichtig gewesen, um nun auch Mitgliedsanträge entgegenzunehmen und Spendenquittungen auszustellen. In den nächsten Wochen muss das Finanzamt lediglich noch über die Gemeinnützigkeit entscheiden.

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Nun wird an mehreren Baustellen gleichzeitig gearbeitet. Die Facebook-Seite sei ein Selbstläufer geworden, sagt Bettina Hartwig-Labs, Geschäftsführerin des Rennradmuseums. „Immer mehr Leute ‚liken‘ die Seite und sind gespannt, was wir da machen. „Wir basteln außerdem an einer Homepage. Die Domain rennradmuseum.de haben wir uns gesichert.“

Ideen und Guter Rat kommen von allen Seiten

Parallel holen sich die Mitglieder des Rennradmuseums Ideen und guten Rat von allen Seiten ein. Ein Kommilitone des Sohnes von Bettina Hartwig-Labs kennt sich aus mit der Gestaltung von Ausstellungsräumen – und hat dem Team aus Fröndenberg im Rahmen eines Seminars erklärt, „wie man Geschichten baut“.

Für den Marktplatz in Fröndenberg gelten Lieferzeiten von 5 bis 10 Uhr. Wer außerhalb dieser Zeiten auf dem Marktplatz be- und entladen möchte, muss eine Sondergenehmigung beantragen.

Für den Marktplatz in Fröndenberg gelten Lieferzeiten von 5 bis 10 Uhr. Wer außerhalb dieser Zeiten auf dem Marktplatz be- und entladen möchte, muss eine Sondergenehmigung beantragen. © Hornung

Bernd Kern, 1. Vorsitzender des Vereins, und Hans Kuhn, Beisitzer und Berater, haben sich am Dienstag mit dem Auto auf den Weg nach Holland gemacht, um sich eines der niederländischen Radmuseen anzuschauen. „Wir werden viele Fotos machen“, berichtete Bernd Kern noch aus dem Auto, wie er die Anregungen aus dem Nachbarland mit in die Ruhrstadt bringen möchte.

In Zukunft werden sich die Vereinsmitglieder mit den ersten Exponaten mal in den Räumen treffen und bei einer Kiste Bier ihre Ideen zusammentragen, lässt Bettina Hartwig-Labs zum weiteren Planungsprozess vorausblicken.

Noch gibt es in der Praxis Hürden

Was die praktische Umsetzung angeht, sind dem Museum noch mehr oder weniger die Hände gebunden. Denn bis die Leader-Förderung am 20. April tatsächlich in trockenen Tüchern ist, müssen die Vereinsmitglieder mit jeder Investition in Vorkasse gehen.

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Dennoch bringt Bernd Kern das Haus inzwischen auf Vordermann und dabei ist noch ein weiteres Problem aufgetreten: Das Be- und Entladen auf dem Marktplatz ist nur während der Lieferzeiten zwischen fünf und zehn Uhr erlaubt. Erste Knöllchen habe es bereits gegeben.

Vor Kopf des Parkplatzes hinter dem Café Melange gibt es inzwischen Parkplätze, die ganztägig für den gewerblichen Lieferverkehr freigehalten werden müssen. So kommt die Stadt den Gewerbetreibenden am Markt entgegen.

Vor Kopf des Parkplatzes hinter dem Café Melange gibt es inzwischen Parkplätze, die ganztägig für den gewerblichen Lieferverkehr freigehalten werden müssen. So kommt die Stadt den Gewerbetreibenden am Markt entgegen. © Hornung

Zukünftig werden auch die Ehrenamtlichen in die Renovierung und Gestaltung des Rennradmuseums eingebunden, müssen häufiger mit Exponaten oder Handwerksmaterial vor der ehemaligen Buchhandlung warten. Und die Ehrenamtlichen gehen selber Arbeiten, können sich nicht unbedingt an die vorgeschriebenen Lieferzeiten halten.

Keine Lösung auf dem kurzen Dienstweg

Bettina Hartwig-Labs hätte sich eine Lösung auf dem kurzen Dienstweg gewünscht. Denn das Museums-Team braucht die Flexibilität, muss voraussichtlich auch mal spontan den Markt befahren und dort kurzzeitig parken können. Schließlich arbeiten die Fröndenberger hier auch an der zukünftigen Attraktivität der Stadt.

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Doch weil sich die Angelegenheit nicht anders klären ließ, hat die Geschäftsführerin im Namen des Vorstandes des Rennradmuseums eine dauerhafte Sondergenehmigung für das Be- und Entladen vor den Räumlichkeiten vor der ehemaligen Buchhandlung beantragt. Alle Beteiligten hoffen auf eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt.

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