Klimawald in Fröndenberg: Erste Bäume kommen im Herbst – Bürger trotzdem unzufrieden

dzKlimawandel in Fröndenberg

Dass der von der Politik beschlossene Klimawald als Ausgleichsmaßnahme und nicht „on top“ gepflanzt wird, passt einigen Fröndenbergern nicht. Ein Antragsteller fühlt sich von Politik und Verwaltung nicht ernst genommen.

Fröndenberg

, 20.09.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der erste Aufschlag zu einem von der FWG beantragten Klimawald in Fröndenberg ist eigentlich beschlossene Sache. Eine rund ein Hektar große Fläche in Ardey, zwischen Hilkenohl und Goldbreite, ist gefunden und die ersten Bäume könnten im Herbst – in einer 2019 besprochenen und beschlossenen Form – gepflanzt werden. Um die Idee zeitnah umzusetzen, soll der Wald als Ausgleichsmaßnahme für das neue Feuerwehrgerätehaus Stentrop finanziert werden.

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Doch dem Bürgerverein Renergie-Ruhr-Hellweg reicht das nicht. Vorsitzender Bernd Molitor stellte bereits im Oktober des vergangenen Jahres einen Ergänzungsantrag. Wesentlich mit der Bitte, dass der Klimawald nicht im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme, sondern zusätzlich zu solchen Maßnahmen gepflanzt werden solle. Den Antrag von damals hatte Renergie in einer ausführlichen Stellungnahme zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) am Donnerstagabend noch ergänzt. Nicht zufrieden waren die Antragsteller mit der Beschlussvorlage der Verwaltung, in der die Stadt darauf verwies, die meisten im Antrag aufgeführten Anregungen – bis auf den Punkt zur Finanzierung – bereits zu berücksichtigen.

In diesem Bereich sollen die ersten Bäume fürs Klima gepflanzt werden.

In diesem Bereich sollen die ersten Bäume fürs Klima gepflanzt werden. © Hornung

Enttäuscht ist der Verein jetzt über die Art und Weise, wie die Stadt mit dem Antrag umgegangen sei. „Es geht uns hierbei nicht um den Inhalt unseres Antrages, denn das Thema Naturschutz-Klimawald ist sehr vielschichtig und wird hoffentlich in Kürze auch noch breit und umfänglich diskutiert werden“, so Bernd Molitor.

Antrag ist immer wieder geschoben worden

Aktuell gehe es darum, wie ein „ernst gemeintes und im Sinne der Allgemeinheit wohlwollendes und wichtiges Thema“ behandelt werde. So habe Renergie mehrmals darum gebeten, dass die Ergänzung zum Antrag der FWG gemeinsam mit dem Antrag behandelt werde. Doch auch in weiteren Sitzungen sei die Ergänzung immer wieder geschoben worden.

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Sowohl die Stellungnahme des Bürgervereins als auch die Inhalte seines Antrags hätten im ASU kaum noch Eingang in die politische Diskussion gefunden, resümiert Bernd Molitor. So zumindest die Wahrnehmung des Bürgervereins: „Klimaschutz – ein Thema, das alle Kandidaten so wichtig erachtet haben – wurde wieder mal nach hinten geschoben. Wir können nur hoffen, das der neue Rat hier anders aufgestellt ist und Parteikungelinteressen der Vergangenheit angehören.“

Ratsvertreter wollen machen ich für weitere Waldstücke stark

Tatsächlich hatten allerdings mehrere Ratsvertreter darauf hingewiesen, dass sie sich für die Umsetzung weiterer Klimawaldstücke wünschen, dass diese zusätzlich zu Ausgleichsflächen angelegt werden – sodass die Stadt auch tatsächlich einen ökologischen Mehrwert davon hat.

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