Für Fröndenbergs Klimaschutzwald gibt‘s bereits privates Startkapital

dzKlimawandel

Auch ohne eigene Fridays-for-Future-Demonstration zeigen sich die Fröndenberger in Sachen Klimaschutz engagiert: Für einen Klimawald in der Stadt gibt es bereits ein Startkapital.

Fröndenberg

, 20.09.2019, 16:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Thema Klimaschutz hat Fröndenberg spätestens im Zuge der Fridays-for-Future-Demonstrationen vollends gepackt: Neben zig Anträgen der Lokalpolitik hat sich auch der Bürgerenergieverein Renergie Ruhr-Hellweg stark gemacht für Aktionen, die dem Klimaschutzwandel begegnen.

Für Fröndenbergs Klimaschutzwald gibt‘s bereits privates Startkapital

Dr. Udo Engelhardt ist Meeresbiologe und hat sich wissenschaftlich intensiv mit den Korallenriffen vor Australien befasst, deren Zerstörung er mit dem Waldsterben vergleicht. Er kam auf Einladung des Bürgerenergievereins Renergie Ruhr-Hellweg nach Fröndenberg. © Marcel Drawe

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Zur Sache

Aufforstung eines Klimaschutzwaldes

  • Renergie will mit dem für Unna und Fröndenberg zuständigen Revierförster Matthias Müller geeignete Flächen für einen Klimaschutzwald besprechen.
  • Angestrebt wird ein naturbelassener Klimaschutzwald, der keine einmalige Aktion bleiben soll.
  • Bernd Molitor: „Wir streben die Ausweisung einer entsprechenden Fläche in Fröndenberg an, die zukünftig immer weiter ausgebaut werden könnte.“
  • Auch die FWG-Fraktion hatte bereits den Antrag auf einen Klimawald gestellt.

Ein erste Aktion war am Donnerstagabend der Fachvortrag des Meeresbiologen Dr. Udo Engelhardt aus Soest. In der Aula der Gesamtschule Fröndenberg informierte der Wissenschaftler, der die Korallenriffe vor Australien erforscht, die Auswirkungen des Treibhauseffektes auf das Leben auf der Erde.

Dr. Engelhardt habe in eindringlicher Weise und immer mit den aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen belegt, „wie nah wir an bestimmten kritischen Kipppunkten unseres Ökosystems stehen“, berichtete Renergie-Vorsitzender Bernd Molitor.

Nach Molitors Eindruck waren die Besucher in der Aula mehrheitlich überzeugt, „dass wir uns im absoluten Klimanotstand befinden“. Wie wichtig den Zuhörern das Thema jedenfalls ist, bewies das Aufkommen der Spendensammlung an dem Abend: Knapp 500 Euro warfen die Gäste in die Spendenbox.

Renergie werde das Geld wie angekündigt als Startkapital in die Anlage eines Klimawaldes in Fröndenberg stecken.

Für Fröndenbergs Klimaschutzwald gibt‘s bereits privates Startkapital

Referent Dr. Udo Engelhardt hielt in der Aula der Gesamtschule Fröndenberg einen Vortrag mit dem Titel „Der Klimanotstand steht vor unserer Tür“. © Marcel Drawe

»Wir streben die Ausweisung einer entsprechenden Fläche in Fröndenberg an, die zukünftig immer weiter ausgebaut werden könnte.«
Bernd Molitor, Vorsitzender Renergie

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