Kita-Kinder aus Fröndenberg beackern jetzt ihr eigenes Feld

dzGemüse aus der Region

Gesunde Ernährung und ein Bewusstsein für Lebensmittel spielen auch in der pädagogischen Arbeit mit Kindern eine immer größere Rolle: Die Awo-Kita auf dem Hirschberg macht jetzt beim Programm „AckerKita“ mit.

Fröndenberg

, 05.06.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kartoffeln, Bohnen, Tomaten und Gurken – von Kindergartenkindern fleißig beackert: Schon im Jahr 2019 hat sich die Awo-Kita Hirschberg auf den Weg gemacht, um offiziell „AckerKita“ zu werden. Dazu nahm die Einrichtung Kontakt mit dem Verein „Gemüseackerdemie“ auf.

Die „GemüseAckerdemie“ bietet Projekte für Kindergärten und Schulen, bei denen es um das Anpflanzen verschiedener Gemüsearten geht. So kommen Kinder mit Themen wie Nachhaltigkeit, regionale Produkte und gesunde Ernährung in Berührung. „Kindergartenkinder pflanzen, pflegen und ernten das Gemüse bis sie es anschließend weiter verarbeiten, essen oder vermarkten“, erklärt die stellvertretende Einrichtungsleiterin Elena Thiele das Konzept.

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Auf dem Weg zur AckerKita hat die Einrichtung auf dem Hirschberg eine große Fläche direkt vor dem Gebäude zum Anbau von verschiedenen Gemüsesorten vorbereitet. Seit Anfang dieses Jahres darf sich die Awo-Kita nun offiziell „AckerKita“ nennen – und sie ist die einzige im näheren Umkreis.

Großes Acker-Fest musste wegen Corona ausfallen

Mit einem großen Fest, zu dem auch der Bürgermeister eingeladen war, sollte die Kita im März eigentlich eingeweiht werden. Das Fest auf dem Hirschberg war eine der ersten Veranstaltungen, die dem Coronavirus zum Opfer fielen - und damit sind auch die tollen Aktionen ins Wasser gefallen, die sich das Kita-Team für diesen Tag überlegt hatte.

In der Awo-Kita auf dem Hirschberg wird nun geackert. Das Fest zur Eröffnung des Ackers musste wegen der Corona-Pandemie ausfallen.

In der Awo-Kita auf dem Hirschberg wird nun geackert. Das Fest zur Eröffnung des Ackers musste wegen der Corona-Pandemie ausfallen. © Privat

Geschenke gab es aber trotzdem: Die Stadt unterstützte die Einrichtung mit Geld. So konnte der Kindergarten einen neuen, langen Wasserschlauch zum Bewässern des Ackers anschaffen. Und eine Elektrofirma spendete den Kita-Kindern viele hilfreiche Ackergeräte für die Gemüse-Gartenarbeit. Ebenso große Unterstützung gebe es von den Eltern, die von dem Projekt begeistert seien, so Elena Thiele.

Kinder konnten zur ersten Pflanzung nicht dabei sein

Als im Mai „nun endlich“ die Acker-Helferinnen der „GemüseAckerdemie“ zu Besuch kamen, um mit einigen Erzieherinnen aus der Notbetreuung die ersten Jungpflanzen einzusetzen und Gemüsesamen auszusäen, konnten zum Bedauern aller Beteiligten keine Kinder mit dabei sein. Noch zu groß war die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus.

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Doch damit ist die Arbeit noch lange nicht getan: Beim Ackern, Unkrautjäten, Bewässern, Beobachten und letztendlich auch beim Ernten sind wieder alle Kinder mit dabei – und von der Arbeit im Freien total begeistert: „Die Bohnen wachsen am schnellsten, doch es sind auch schon Tomaten und Gurken zu sehen“, berichten die Vorschulkinder, die täglich auf dem Acker mithelfen. Besonders begeistert sind die Kleinen auch davon, dass es Kartoffeln in verschiedenen Farben gibt.

Schon vor den Sommerferien wird geerntet

Erntezeit ist schon vor der Sommerpause – und das Gemüse wird von den Kindern während des Mittagessens verspeist. Zusätzlich startet nach den Ferien ein Projekt zum Thema „gesunde Ernährung“ mit einer externen Ernährungsberaterin, das vom Elternverein Kita Hirschberg initiiert wurde.

„Wir lieben unseren Acker“ können Erzieherinnen, Eltern und vor allem die Kinder jetzt schon voller Begeisterung sagen.

Informationen zur „GemüseAckerdemie“ finden Interessierte im Internet unter www.gemueseackerdemie.de. Dort informiert der Verein über sich, seine Angebote und beantwortet die Fragen, wer dabei mitmachen kann und wie.
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