Grund unbekannt: Kiosk aus der Wirtschaftswunderzeit hat die Schotten dicht

dzTrinkhalle Westick

Dieser Kiosk gehört zu Westick wie Stadion und Park: Kürzlich fielen an dem Büdchen an der Graf-Adolf-Straße die Rollläden herunter und blieben bis heute unten. Der Eigentümer kennt den Grund nicht.

Fröndenberg, Westick

, 01.08.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

In Fröndenberg-Westick kennt ihn jeder: Der Eck-Kiosk mit dem abgerundeten Vordach war für viele eigentlich schon immer da. Jetzt ist das Büdchen erst einmal geschlossen. Eine Nachfolge ist nicht in Sicht.

Warum der Betreiber des Kiosks aufgegeben hat, könne er leider nicht sagen, sagte der Eigentümer auf Anfrage dieser Redaktion. Auch ein Nachfolger sei derzeit nicht in Sicht. Westick fehlt jetzt erst einmal ein Stück Tradition.

„Dort habe ich schon als kleiner Junge Bonbons gekauft“, erinnert sich Rolf Hollmann. Der Ortsheimatpfleger von Westick, Jahrgang 1953, weiß ebenfalls nichts über die Hintergründe der Schließung.

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An dem Kiosk gab es mehr als nur die Flasche Bier, Zigaretten oder Süßigkeiten. Die Trinkhalle war ein kleiner Nahversorger, auch Konserven und Zeitschriften bekam man dort.

Rolf Hollmann schätzt, dass der Kiosk etwa zu der Zeit entstanden ist, als auch das Stadion gebaut worden ist und die Gaststätte Bohn gleich nebenan eröffnete. Dort wurde 1962 zum ersten Mal ein Bier gezapft.

Zulauf habe der Kiosk eigentlich immer gehabt, weiß Rolf Hollmann. Allerdings habe es durchaus auch Probleme mit Alkohol gegeben. Weil zu viel vor dem Kiosk gezecht wurde, habe auch das Ordnungsamt einschreiten müssen. Dass der Kiosk geschlossen hat, bedauert Hollmann dennoch.

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