Kinder- und Jugendförderplan des Kreisjugendamts Unna: Der Nachwuchs bestimmt mit

dzJugendarbeit im Keis Unna

Den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen will das Kreisjugendamt mit dem neuen Kinder- und Jugendförderplan besser gerecht werden. Dafür trafen sich die Verantwortlichen mit jungen Bürgern in Frömern.

von Sebastian Pähler

Fröndenberg

, 02.02.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mehr Teilhabe an der Entwicklung von Zukunftsplänen möchte das Jugendamt im Kreis Unna jenen einräumen, die es am Ende eigentlich betrifft. Zur Erstellung des neuen Kinder- und Jugendförderplans für Fröndenberg, Holzwickede und Bönen sollen daher junge Menschen zurate gezogen werden. Dafür fand am Samstag unter der Überschrift „Laber nicht - komm zur Sache“ im Gemeindehaus in Frömern ein erster Workshop statt, bei dem Fröndenbergs junge Bürger um ihre Meinung gebeten wurden.

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Mehr Partizipation

„Wir kümmern uns darum, dass es Kindern und Jugendlichen im Kreis gut geht“, erklärte Kreisjugendamtschefin Katja Schuon die Aufgabe ihres Fachbereiches und die Funktion des Jugendförderplans den überwiegend jungen Teilnehmern der Veranstaltung. „Es geht darum für die nächsten fünf Jahre den Finanzrahmen zu planen und Ziele festzulegen“, erläuterte Klaus Faß. Das wolle man nicht ohne die Perspektive der jungen Menschen machen, so der Kreisjugendpfleger.

Kinder- und Jugendförderplan des Kreisjugendamts Unna: Der Nachwuchs bestimmt mit

Ziemlich Konzentriert arbeiteten die jungen Teilnehmern an den Plakaten, auf denen sie ihre Wünsche und Träume für die Zukunft präsentierten. © Sebastian Pähler

Im Vorfeld wurden bereits an sieben Schulen im Kreis, rund 750 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 21 Jahren befragt, was ihnen in ihrem Umfeld fehlt und was sie sich wünschen würden. Dabei kristallisierte sich beispielsweise heraus, dass sich viele Kinder mehr Treffpunkte wünschen, die sie ohne ihre Eltern nutzen können. „Die Kinder haben eh schon einen sehr verschulten Alltag und auch die Freizeit wird oft durch die Eltern gestaltet. Viele wünschen sich daher mehr Freizeit, die nicht durch Erwachsene verplant ist“, so Faß.

Viele Wünsche

Dass bei den Kindern ein Wunsch besteht, sich einzubringen und nicht von Politik und Verwaltung fertige Angebote vorgesetzt zu bekommen, war bei dem Workshop in Frömern zu merken. „Die haben keine Ahnung was wir gut finden“, stellte etwa Said (11) fest.

Kinder- und Jugendförderplan des Kreisjugendamts Unna: Der Nachwuchs bestimmt mit

Was man in den nächsten fünf Jahren für Kinder und Jugendliche in Fröndenberg tun könnte, wurde am Samstag in Vorbereitung auf den „Kinder- und Jugendförderplan“ mit jungen Menschen im Gemeindehaus Frömern erarbeitet. © Sebastian Pähler

Jugendliche fanden ihren Weg leider nicht zu der Veranstaltung, doch Kinder kamen reichlich. Zu den Wünschen auf ihrer Liste zählten beispielsweise: Ein Hallenbad und eine Eislaufbahn, altersgerechte Spielplätze und ein Zweiter Treffpunkt wie die Windmühle. Auch praktisches wurde gewünscht, wie bessere Busverbindungen und ein sicherer Radweg nach Unna. Eine Achterbahn auf dem Marktplatz wird aber wohl ein Traum bleiben.

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In drei Gruppen erarbeiteten Mitarbeiter vom Treffpunkt Windmühle und der Evangelischen Jugenden Frömern und Dellwig Plakate, auf denen die Wünsche der jungen Menschen zusammengetragen wurden. Diese nahm Katja Schuon anschließend mit, damit sie bei der Ausarbeitung des Jugendförderplans berücksichtigt werden.

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