Kinder drücken ihre Wünsche in kleinen Kunstwerken aus

dzKita-Präsentationstag

Das Feuerwehrgerätehaus Mitte ist am Freitagnachmittag fest in Kinderhand. Eine Spielstation reiht sich an die nächste. Was so unterhaltsam aussieht, hat einen ernsten Hintergrund.

06.09.2019, 18:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Riesengroß ist die Seifenblase, die ein Mädchen ganz vorsichtig mithilfe einer zwischen zwei Stäben gespannten Baumwollkordel aus dem Eimer zieht. Die Sonne bringt sie zum Glitzern, der Wind hebt sie in die Höhe - bis sie schließlich zerplatzt.

„Die Kinderrechte sind so empfindlich wie unsere Seifenblasen: dünn und leicht zu zerstören. Darum müssen wir sie schützen“, steht auf einem Plakat vor der Spielstation des Bündnisses für Familie geschrieben.

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So einladend unterhaltsam das Feuerwehrgerätehaus Mitte am Freitagnachmittag auch daherkommt, so ernst ist der Hintergrund: Seit beinahe zwei Jahrzehnten gibt es den Präsentationstag der elf Fröndenberger Kitas schon, der mal mehr Aktion, mal mehr Präsentation bot und inzwischen eine Mischung aus beidem geworden ist.

Spiel und Spaß verknüpft mit einem ernsten Thema

„Unter dem Label des Weltkindertags hatten wir aber immer ein politisches Thema“, sagt Ramona Jakobs-Reichert, die als Leiterin des Kinder- und Jugendbüros federführend die Organisation der Präsentationstages innehat.

Kinder drücken ihre Wünsche in kleinen Kunstwerken aus

Bestes Wetter für den Kita-Präsentationstag: Der Platz vor dem Feuerwehrgerätehaus Mitte war schon zum Auftakt gut gefüllt. © Marcel Drawe

Passend zum 30. Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention sind das in diesem Jahr eben die Kinderrechte. Und so lautet das Motto „Wir Kinder haben Rechte - hier und überall“. Egal wo sich die Kinder an diesem Nachmittag auch tummelten, überall konnten sie Spiel und Spaß mit diesem wichtigen Thema verbinden. Passend zum Recht auf gesunde Ernährung gab es zum Beispiel leckeres Obst und Gemüse, angelehnt an das Recht auf Bildung knifflige Aufgaben zu lösen.

Kinder malen ihre Wünsche an den Bürgermeister

Das Familienzentrum im Pastoralverbund hat das Recht auf Beteiligung, Meinungsäußerung und Mitbestimmung mit einer Malaktion verknüpft. Zu bunten Stiften gegriffen, ließen die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf - und ihren Wünsche. Denn unter dem Motto „Wünsch‘ dir was“ brachten sie diese zu Papier.

Kinder drücken ihre Wünsche in kleinen Kunstwerken aus

Jeder Stand hatte ein Kinderrecht zum Thema. Am Stand des Familienzentrums im Pastoralverbund kneteten Kinder ihre Wünsche, einen Tisch weiter wurden sie gemalt. © Marcel Drawe

Von einer Schaukel für Bentrop über mehr Laternen in Warmen bis hin zu weniger Lkws in der Palz reichten die Wünsche für ihre Stadt. Die kleine Kunstsammlung soll nun zum Bürgermeister gebracht werden.

Erstmals dabei war auch die Hagener UNICEF-Arbeitsgruppe, die mit ihrer Wanderausstellung auf Kinderarbeit aufmerksam macht. Und freilich nutzte auch die Freiwillige Feuerwehr als Gastbgeber den Präsentationstag, um sich und ihre Arbeit vorzustellen - und ganz nebenbei noch Brandschutzerziehung zu machen.

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