Kfz-Bildungszentrum in Havanna auf Kuba

dzBundesverdienstkreuz für Klaus Feuler

Klaus Feuler ist Kfz-Mechaniker, 69 Jahre alt – und lebt in der Ruhrstadt. Seit Kurzem gehört er zum erlesenen Kreis derer, die ein Bundesverdienstkreuz erhalten haben – für ihr außerordentliches Engagement.

Fröndenberg

, 04.08.2018, 18:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

In seiner Dankesrede im Haus Opherdicke ging Klaus Feuler auf den Wandel der Gesellschaft ein. Er beklagte, dass in der heutigen schnelllebigen Zeit, in der stets Zeit- und Leistungsdruck herrschen, ein Stück Menschlichkeit verloren gegangen ist, zu dem die Menschen zurückkehren sollten. Dabei ist der Fröndenberger, aktuell Vizepräsident der Handwerkskammer (HWK) und Vizepräsident der Arbeitnehmerseite des Deutschen Handwerkskammertages (DHKT), ganz gewiss keiner, der sich beruflich und in seinen darüber hinausgehenden Aufgaben ausgeruht hat:

Dienstältester

Seit 1984 ist Klaus Feuler Vizepräsident der Arbeitnehmerseite der Handwerkskammer Dortmund und damit dienstältester Vizepräsident in dieser Funktion bundesweit. Ebenfalls seit 1984 ist er Mitglied des Vorstands und der Vollversammlung. „Er hat die Entwicklung der Handwerkskammer Dortmund zu einem modernen, serviceorientierten Dienstleistungsunternehmen mit einem breit gefächerten Bildungsangebot entscheidend begleitet“, heißt es offiziell in der Ordensbegründung für das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik.

Besondere Verdienste hat er auch an der Gründung der außerbetrieblichen Ausbildungsstätte der Handwerkskammer Dortmund im Jahr 1986 geleistet.

Berufliche Perspektiven

Sie besteht bis heute und ist Jugendlichen mit besonderen Schwierigkeiten – wie beispielsweise Schwerhörigen und Benachteiligten – behilflich. Ihnen werden berufliche Perspektiven sowie ein beruflicher Abschluss ermöglicht. Bis heute wurden weit über 3000 Jugendliche erfolgreich zur Gesellenprüfung geführt und in den Beruf vermittelt. Klaus Feuler ist führender Arbeitnehmervertreter innerhalb des Handwerks auf regionaler Ebene sowie landes- und bundesweit.

Seit 1991 ist Klaus Feuler Gründungsmitglied der Vertreterversammlung der „HHG Unterstützungskasse für Handwerk, Handel und Gewerbe e.V.“ der Signal und seit 1992 ist er Mitglied der Vertreterversammlung der „Signal Iduna Kranken-Unfallversicherung“.

Von 1998 bis 2010 war er Vizepräsident der Arbeitnehmerseite des „Westdeutschen Handwerkskammertags“ (WHKT), seit 2005 ist er erster Vizepräsident der Arbeitnehmerseite des „Deutschen Handwerkskammertags“ (DHKT).

Berufsbildung

Ebenfalls zeigte er Einsatz von 1994 bis 2005 als Mitglied im Hauptausschuss des „Bundesinstituts für Berufsbildung“ (BIBB) und von 2006 bis 2007 als Fachmann im „Innovationskreis Berufliche Bildung“ des Bundesbildungsministeriums.

Mit Beginn seiner ehrenamtlichen Tätigkeit hat der 69-Jährige die Funktion der Handwerksorganisation gegen den Widerstand seiner Gewerkschaft übernommen und hier, durch seine Erfolge und seine Dialogfähigkeit, einen Richtungswechsel erreicht, der dazu führte, dass die IG Metall heute die Mehrheit aller Vizepräsidenten der Handwerkskammern der Bundesrepublik stellt.

Er engagiert sich insbesondere für qualifizierte Ausbildung und Weiterbildung als Investition für die Zukunft von Beschäftigten und Betrieben. Außerdem setzt sich Klaus Feuler für bessere Durchlässigkeit zwischen den Bildungssystemen in Europa, den Ausbau interkultureller Kompetenzen, die Anerkennung der hohen Qualität deutscher Berufsabschlüsse sowie die Vermeidung von Bildungssackgassen ein.

Erste Gesellentage

Klaus Feuler initiierte die bundesweit ersten Gesellentage in Dortmund und später die Europäischen Gesellentage in Köln als Informationsaustausch mit Spitzenvertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Sein Expertenwissen war regelmäßig auch außerhalb der Handwerksorganisation gefragt, beispielsweise bei politischen Fraktionen auf Landesebene oder auch im Rahmen von internationalen Projekten wie dem Aufbau eines Kfz-Bildungszentrums in Havanna auf Kuba.

Er hat die Arbeitnehmerbeteiligung in den Handwerkskammern sowie in deren Spitzenorganisationen auf Landes- und Bundesebene geprägt. Stets war Feulers Engagement ehrenamtlich und uneigennützig und ist immer begleitet von inhaltlichen Akzenten und nicht nur von der Betonung der eigenen Interessengruppen. Er zeige sich in Gesprächen stets offen für neue Wege und sei ein Vorbild, so die Begründung.

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