Kfd kämpft weiter für Reformen – jetzt treffen die Frauen den Erzbischof

dzKatholische Kirche

Der Rücktritt von Pfarrer Norbert Wohlgemuth hat in der katholischen Kirche einiges in Bewegung gebracht. Paderborn hat die Fröndenberger kfd nun eingeladen: Die Frauen werden den Erzbischof treffen.

Fröndenberg

, 03.12.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem Norbert Wohlgemuth seinen Rücktritt als Fröndenberger Pfarrer verkündet hatte, solidarisierte sich vor allem die kfd St. Marien umgehend mit dem beliebten Seelsorger. Ihren Kampf für Reformen führen die Frauen bald in Paderborn, dem Sitz des Erzbistums, weiter.

Dort werden sechs Fröndenbergerinnen um Karin Schmidt am 10. Dezember auf Erzbischof Hans-Josef Becker treffen. An diesem Tag wird eine bistumsweite kfd-Frauenkonferenz in Paderborn tagen.

»Fröndenberg ist in aller Munde.«
Karin Schmidt, kfd St. Marien

Der Diözesanverband der Kfd hat die Frauengemeinschaft St. Marien hierzu ausdrücklich eingeladen. „Fröndenberg ist in aller Munde“, berichtet Karin Schmidt, neben Hildegard Pielken Sprecherin des Fröndenberger Leitungsteams.

Die Frauen sind aufgerufen, die Zukunft des Erzbistums mitzugestalten. Am 1. Dezember erst hat der sogenannte Synodale Weg, ein auf zwei Jahre angesetzter Reformprozess in der katholischen Kirche, begonnen.

Ein wesentlicher Aspekt des Reformprozesses ist die künftige Rolle der Frauen in der Papstkirche. Die Fröndenberger kfd hat in diesem Jahr mit ihrem stillen Protest zu Beginn einer Messfeier in St. Marien sowie zahlreichen Solidaritätsbekundungen öffentlich ihren Willen ausgedrückt, die Strukturen in der Kirche verändern zu wollen.

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Kfd kämpft weiter für Reformen – jetzt treffen die Frauen den Erzbischof

Die kfd St. Marien wird den Fröndenberger Wochenmarkt dazu nutzen, um sich erneut für Reformen in der katholischen Kirche einzusetzen. © Marcus Land

Info

Adventsaktion zur geschlechtergerechten Kirche

  • Die kfd St. Marien Fröndenberg und der kfd-Diözesanverband in Paderborn laden gemeinsam zu der Adventsaktion auf dem Wochenmarkt ein.
  • Ein Stand wird am Donnerstag, 12. Dezember, von 10 bis 12 Uhr auf dem Markt (wegen des Christkindelmarktes auf dem Parkplatz Harther Straße) aufgebaut.
  • Die Losung der Adventsaktion lautet: „Fordert mit uns, dass alle Dienste und Ämter in der Kirche auch Frauen offenstehen!“
  • Die Forderungen können an einen Wünschebaum gehängt werden.

Ihr Engagement lassen sie nun bei dem Treffen in Paderborn einfließen, bevor sie am Nachmittag desselben Tages auf Erzbischof Hans-Josef Becker und weitere Mitglieder der Bistumsleitung treffen werden.

Dem Erzbischof sollen nicht nur die am Vormittag erarbeiteten Themen präsentiert werden. Karin Schmidt will auch versuchen, die in Fröndenberg gesammelten Unterschriften – unter anderem gegen Machtmissbrauch in der Kirche – dem Erzbischof persönlich zu übergeben.

Der kfd sei wichtig, dass diese Stimmen der Gläubigen aus Fröndenberg und Umgebung die letztlich entscheidende Person persönlich in den Händen hält.

Zwei Tage später kann die kfd dann bereits vor Ort in Fröndenberg Bericht erstatten: Auf dem Wochenmarkt am Donnerstag, 12. Dezember, nehmen die Frauen an der Adventsaktion zur geschlechtergerechten Kirche teil.

Praktisch als Gegenbesuch werden Frauen des kfd-Diözesanverbandes aus Paderborn an diesem Morgen auf dem Fröndenberger Wochenmarkt sein und über ihre Aktivitäten im Rahmen des Reformprozesses berichten.

Alle Interessierten können zudem Weihnachtskugeln aus Papier an einen Wünschebaum hängen – auch der wird sicherlich seinen Weg zum Bischof finden.

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