Noch bis Ende Oktober sollten Eltern ihr Kind anmelden, wenn sie für das nächste Kindergartenjahr einen Platz in Fröndenberg, Holzwickede oder Bönen suchen. © dpa
Anmeldung bis Ende Oktober

Kein Wunschkonzert: Hoffen auf einen Platz in der Wunsch-Kita

Das Leben ist kein Wunschkonzert – auch nicht, wenn es um den Kindergartenplatz für den Nachwuchs geht. Und weil das so ist, bekommen Eltern keine Garantie für eine x-beliebige Einrichtung.

Noch bis zum 31. Oktober läuft die Anmeldefrist für das zentrale Vergabeverfahren der Kindergartenplätze in Fröndenberg, Bönen und Holzwickede. Ziel ist es, jedem Kind einen Platz in einer Kindertageseinrichtung anbieten zu können. Ob es aber auch in der Wunsch-Kita einen Platz gibt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Die ist zwar erste Anlaufstelle für junge Eltern, die sich aber gleich überlegen müssen, welche Alternativen sie favorisieren.

Bei der Anmeldung sollen Eltern nämlich mindestens drei Kindertagesstätten angeben, die für sie und vor allem ihre Knirpse in Frage kommen. Klappt es in der Wunsch-Kita nicht, wird zuerst die zweite und dann ggf. noch die dritte Kindertagesstätte nach freien Kapazitäten abgeklopft; und zwar in der Reihenfolge, wie sie die Eltern angegeben haben.

Vergabekriterien sind Sache der Kitas

Eltern legen demnach also Prioritäten fest. Und die Kitas entscheiden dann anhand ihrer jeweiligen Vergabekriterien, ob es mit der Aufnahme klappt oder eben nicht.

Das alles findet in der Stadt Fröndenberg wie auch in den Gemeinden Bönen und Holzwickede zwar unter der Regie des Jugendamtes der Kreisverwaltung statt. Die Vergabekriterien legen die Einrichtungen selbst fest. Das Prinzip der Trägerautonomie, nennt der Kreis Unna das – betont aber zugleich: „Es gilt ausdrücklich nicht das Prinzip: ‚Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ Soll heißen: Alle Anmeldungen, die bis zum 31. Oktober für das am 1. August beginnende Kindergartenjahr 2022/2023 eingehen, werden im zentralen Verfahren berücksichtigt. Möglichst bis Ende Dezember sollen Eltern erfahren, welche Kita es schlussendlich wird.

Wer zu spät kommt, den bestraft auch in diesem Fall das sprichwörtliche Leben. Zwar ist eine Anmeldung jederzeit, also auch nach dem 31. Oktober möglich. Ob dann aber auch noch dem Elternwunsch Rechnung getragen werden kann, ist fraglich und umso mehr eine Frage der Kapazitäten.

Das müssen Eltern zur Anmeldung mitbringen

In den Familienbüros des Kreises Unna gab es in den vergangenen Wochen bereits ausführliche Beratungen zum Anmeldeverfahren. Wer sein Kind noch nicht angemeldet hat, sollte Kontakt zu seiner Wunsch-Kita aufnehmen und einen Termin vereinbaren. Zur Anmeldung mitzubringen sind die Geburtsurkunde des Kindes und der Ausweis eines Elternteils.

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stv. Chefredakteur
Jahrgang 1985, verliebt in seine Heimat am nördlichsten Bogen der Ruhr. Geselliger Vereinsmensch mit vielseitigen Interessen. Im Job brennt er vor allem für politische und menschelnde Storys. Seit 2010 beim Hellweger.
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Alexander Heine

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