Kein einladender Anblick: Einige Hausfassaden im Zentrum benötigen Schönheitskur

dzStadtentwicklung in Fröndenberg

Schmuddelecken im Stadtzentrum passen nicht zum schönen neuen Marktplatz. In diesem Jahr war die Resonanz wohl coronabedingt gering. In Zukunft sollen Fröndenbergs Stadtteilmanager das Fassadenprogramm bewerben.

Fröndenberg

, 20.10.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rund ein halbes Jahr sind Fröndenbergs Stadtteilmanager nun im Dienst. In dieser Zeit haben Rolf Junker und seine Kollegen vor allem den Umbau des Marktplatzes begleitet. Neben der Weiterentwicklung des Wochenmarkts lautet eine zusätzliche Aufgabe für die kommende Zeit: Eigentümern im Zentrum das Fassadenprogramm schmackhaft machen.

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Zuletzt wurde von Politikern der Wunsch geäußert, dass die Stadt gezielt auf Eigentümer zugeht. Ein Negativbeispiel, das beim Thema Hausfassenden immer wieder genannt wird, ist das Gebäude, in dem sich die Pizzeria la Rucola und das Café Melange befinden. Seitlich bröckelt die Farbe, hintenrum ist das Haus mit Graffiti beschmiert. Und Gästen, die den Parkplatz an der Bahn benutzen, eröffnet sich ein abenteuerlicher Blick in den Hinterhof des Komplexes.

Auch an der Winschotener Straße sollte man nicht so genau hinsehen. Mit einem Fassadenprogramm versucht die Stadt Fröndenberg, Eigentümer dazu zu bewegen, ihre Fassaden zu sanieren.

Auch an der Winschotener Straße sollte man nicht so genau hinsehen. Mit einem Fassadenprogramm versucht die Stadt Fröndenberg, Eigentümer dazu zu bewegen, ihre Fassaden zu sanieren. © Hornung

Die Stadt gehe bereits aktiv auf Eigentümer zu, sagt Bauamtsleiter Martin Kramme. So auch auf den Besitzer dieses Gebäudes. Ohne genaue Zahlen nennen zu können: Die Resonanz auf das Förderprogramm sei in diesem Jahr bescheiden. Daran trage aber auch das Coronavirus Schuld. „Die Leute haben jetzt andere Sorgen“, vermutet der Bauamtsleiter.

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Nichtsdestotrotz: Mit einer Informationsveranstaltung oder etwa, indem sie Maler-Betriebe mit ins Boot holen, wollen die Stadtteilmanager einen weiteren Versuch starten, Hausbesitzer im Zentrum zu erreichen.

Die Förderung

  • Das Fassadenprogramm ist Teil des integrierten Stadtentwicklungskonzepts.
  • Gefördert werden unter anderem der Anstrich von Fassaden, die Restaurierung historischer Baudetails, die Erneuerung oder barrierefreie Umgestaltung von Zugängen wie Treppen, der Rückbau störender Werbeanlagen, et cetera.
  • Der Zuschuss beträgt 50 Prozent der Kosten, jedoch höchstens 60 Euro (brutto) je Quadratmeter sanierter oder gestalteter Fassadenfläche. Je Objekt liegen die maximal förderfähigen Kosten bei 15.000 Euro (brutto).
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