Kehrtwende beim Stadtumbau: Der Marktplatz wird nun doch vor dem Stift umgestaltet

dzDüsseldorf verlängert Frist

Weil die Antragsfrist verlängert worden ist, kann der Marktplatz nun doch zuerst umgestaltet werden. Unterdessen wird der gesamte Stadtumbau allerdings auch deutlich teurer als geplant.

Fröndenberg

, 19.11.2018, 15:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die SPD-Fraktion hatte noch im Oktober beantragt, die Umgestaltung des Marktplatzes schon im nächsten Jahr anzugehen. Eigentlich war der Fußgängerzonenbereich „Winschotener Straße/Im Stift“ für 2019 auf die Prioritätenliste gesetzt worden. Weil der Bahntunnel praktisch vom Tisch und auch die Marktquerung nicht mehr lange möglich ist, sollte nach dem Wunsch der Sozialdemokraten die gute Stube der Stadt möglichst frühzeitig auf Vordermann gebracht werden.

Die SPD blitzte mit dem Wunsch, den Marktplatz vorzuziehen, kürzlich noch ab

Die blitzten allerdings in der Ratssitzung vom 7. November mit ihrer Forderung noch ab: Die Antragsfrist für Fördermittel bis zum 1. Dezember sei für das Bauamt nicht zu schaffen, ließ Fachbereichsleiter Martin Kramme wissen.

Kehrtwende beim Stadtumbau: Der Marktplatz wird nun doch vor dem Stift umgestaltet

„Achtung Vermessung“ hieß es fast die gesamte Woche über auf dem Marktplatz: Die Tiefbauplanungen müssen nun bis Anfang kommenden Jahres abgeschlossen sein. © Land

Nun hat, so teilt die Verwaltung dem Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung mit, inzwischen am 12. November ein „Abstimmungsgespräch“ im Ministerium für Heimat, Kommunales und Bau stattgefunden. Dort erfuhr die Delegation aus Fröndenberg, dass die Antragsfrist für die Städtebaufördermaßnahmen 2019 vom 1. Dezember 2018 auf den 28. Februar 2019 verlängert wird. Damit hat man im Rathaus und beim Büro [f] Landschaftsarchitektur in Solingen, das den Siegerentwurf des Freiraumplanerischen Wettbewerbs vorlegte, nun drei Monate länger Zeit, die notwendigen Unterlagen zu erarbeiten. Dies werde „für realisierbar gehalten“, heißt es weiter.

Der Marktplatz wurde bereits in Windeseile vermessen

Zunächst müssen nun bis Anfang Januar die Tiefbaupläne und die Kostenberechnung ausgearbeitet werden. In diesem Zuge haben in der vergangenen Woche bereits Mitarbeiter eines Dortmunder Vermessungsbüros den Marktplatz samt Standorten von Laternen, Kanaldeckeln und allen anderen Objekten vermessen.

Kosten

Knapp 1 Million Euro

für den Marktplatz

Die neue Priorisierung und Zeitabfolge bei der Innenstadtumgestaltung hat Auswirkungen auf die Haushaltsplanung 2019 und die mittelfristige Finanzplanung bis 2022. Für Planungsarbeiten, Ausschreibungs- und Vergabeverfahren sind im Jahr 2019 für den Marktplatz 100.000 Euro veranschlagt. Der Umbau im Jahr 2020 soll 875.000 Euro kosten. Für den Bruayplatz werden insgesamt 717.000 Euro einkalkuliert, für die Umgestaltung des Fußgängerbereiches Im Stift/Winschotener Straße 923.000 Euro.

Anfang Februar 2019 sollen die Bürgerinnen und Bürger in einer Veranstaltung über die Pläne für den Marktplatz informiert werden. Im Rathaus rechnet man damit, dass nach Ausschreibung und Vergabe des Auftrags im Februar/März 2020 mit dem Umbau des Marktplatzes begonnen werden kann, im September 2020 könnte er demnach in neuem Glanz erstrahlen.

Der Fußgängerbereich Winschotener Straße/Im Stift folgt erst 2022

Die Verwaltung schlägt auch bereits eine neue Reihenfolge für alle geplanten Umgestaltungen in der Innenstadt vor: So soll auf den Marktplatz die Neugestaltung des Bruayplatzes im Jahr 2021 und erst ganz am Ende, also 2022, der Fußgängerbereich Winschotener Straße/Im Stift neugestaltet werden. Zu den Gesamtkosten der Städtebaumaßnahme verrät die Stadt eine deutliche Steigerung: Der ursprünglich kalkulierte Ansatz von 2 Millionen Euro erhöhe sich aufgrund „der konkreteren Planungen und der zu erwartenden Kostensteigerungen“ auf 2,6 Millionen Euro.

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