Kaum Durchblick für Pedalritter auf dem Ruhrtalradweg

dzKritik an Beschilderung

„Schlecht bis mangelhaft“ - diese Note gibt Sascha Herrmann der Beschilderung des Ruhrtalradweges auf Fröndenberger Stadtgebiet. Der Radfahrer legt Ideen für mehr Durchblick vor.

Fröndenberg

, 04.11.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Hobbyradler ist den Ruhrtalradweg selbst in beide Richtungen schon mehrmals in voller Länge abgefahren, weiß also, wovon er spricht. Als Anwohner der Bergstraße muss er zudem häufig Lotse für ortsfremde Pedalritter spielen. Die Radfahrer könnten sich wegen der viel zu kleinen Wegweiser zum Beispiel diesseits der Ruhrbrücke kaum orientieren und folgten häufig dem Überwurf Richtung Schwerte, weil sie sich dort auf dem Ruhrtalradweg wähnten. „Im Sommer schicke ich regelmäßig Radfahrer zurück, die ratlos an der Bergstraße oder vor Lidl stehen“, sagt Sascha Herrmann.

Schilder sind winzig klein, ausgeblichen oder nur für Riesen sichtbar

Der Fröndenberger wendet sich daher in einem Bürgerantrag an den Rat. Darin regt er zum einen an, für eine eindeutige und erkennbare Beschilderung an mehreren Stellen des Radwegeverlaufs zu sorgen, zum Beispiel an der Einmündung Ruhrstraße, an der Bismarckstraße oder auch an der Graf-Adolf-Straße. Die Schilder seien oft winzig klein, ausgeblichen oder nicht auf Augenhöhe angebracht. Zudem regt Sascha Herrmann Infotafeln an, eines hinter dem Ortseingangsschild an der Ruhrbrücke für Radler, die aus Menden kommen, sowie auf der Wickeder Straße für den entgegengesetzten Radverkehr. Dort könne der Streckenverlauf eingezeichnet werden, ebenso Sehenswürdigkeiten wie die Parks, Ruhrbalkon und Kiebitzwiese, natürlich auch die Radladestationen sowie Gastronomie und Beherbergungsbetriebe. „Das alles ist in Fröndenberg vorhanden“, sagt Herrmann, „das Problem: Es weiß nur keiner.“

Anreize zum Übernachten und Einkehren in Fröndenberg schaffen

Aber übernachtet man in Fröndenberg, wenn man von einem Hotel erfährt? Sascha Herrmann geht einen Schritt weiter: Auf den Tafeln könne man auch über die mögliche Tagestour - mit dem Zug - nach Winterberg informieren. Von dort ginge es zurück nach Fröndenberg fast nur bergab. „Diese Möglichkeit ist für viele Radfahrer bestimmt ein erheblicher Anreiz, in Fröndenberg zu übernachten und die Gastronomie am Abend zu nutzen“, hofft Sascha Herrmann.

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