Geschichte in Fröndenberg

Kanu-Slalom in Langschede: Erinnerungen an ein Mega-Sportevent

Nicht nur für Radsportler, sondern auch für Kanuten bot Fröndenberg in der Vergangenheit optimale Trainings- und Wettkampfbedingungen. Daran erinnert jetzt Ardeys Ortsheimatpfleger Klaus Böning.
1961 trafen sich die besten Kanuten aus Deutschland in Langschede. © Privat

Beim Thema Sport denken viele ältere Fröndenberger wohl als erstes an die bewegte Radsportgeschichte der Stadt. Mit großen Rennen an der Eule. Doch nicht nur die Radsportelite traf sich früher in Fröndenberg – auch Wassersportler nutzten die Lage an der Ruhr für Wettkämpfe. Ardeys Ortsheimatpfleger Klaus Böning erinnert mit alten Schwarzweißfotos an ein außergewöhnliches Sportereignis für die kleine Stadt.

Im Juli 1961 wurde auf der Ruhr in Langschede ein großer Kanu-Slalom ausgetragen. „Alles was in Nordrhein-Westfalen im Kanusport Rang und Namen hatte, war für diese Veranstaltung gemeldet“, weiß Böning. Das damalige Eliteaufgebot wurde angeführt von der Dortmunder Weltmeisterin im Faltboot-Einer, Hilde Urbaniak, und der weltbesten Wildwasserfahrerin Inge Waltemathe aus Lippstadt.

Am großen Sportereignis in Langschede hatte auch das Publikum große Freude. © Hans-Peter Reeske © Hans-Peter Reeske

Klangvolle Namen gingen unterhalb der Mannesmann Turbinen an den Start

Weitere Erfolgskanuten waren die deutschen Meister im Kanadier-Zweier, Longerich und Hauschild aus Leverkusen, und die deutschen Jugendmannschaftsmeister im Faltboot-Einer, die Gebrüder Dietmar und Eckhardt Weist mit Rolf Cramer vom starken KV Schwerte. „Es waren klangvolle Namen unter den 40 Vereinen, die unterhalb der Mannesmann Turbinen an den Start gingen“, so Klaus Böning.

Heimische Ausrichter KSV Langschede hatte einen schweren Stand

Vom WS Aachen über FS98 Dortmund und WSV Rheintreue Düsseldorf bis zum KV Schwerte habe der heimische Ausrichter KSV Langschede einen „schweren Stand im Konzert der Großen gehabt“, resümiert Ardeys Ortsheimatpfleger zum sportlichen Erfolg der heimischen Kanuten. Auf der 200 Meter langen Strecke galt es für die Sportler 20 Slalomtore, darunter drei Rückwärtstore zu durchfahren.

Beim Kanu-Slalom mussten die Profi-Kanuten 20 Slalomtore durchfahren. © Hans-Peter Reeske © Hans-Peter Reeske

Der KSV Langschede mit seinem 1. Vorsitzenden Hans Voss war eine Abteilung des Kanu- und Ski-Klub Unna, der seine Boote im alten Feuerwehrgerätehaus in Langschede eingelagert hatte.

Noch heute gibt es mehrere Kanu-Vereine in Langschede

Nachdem die Gemeinde den Abbruch des Feuerwehrgerätehauses beschlossen hatte, mussten sich die aktiven Kanuten wie Uwe Thomas ein neues Klubheim suchen.

Heute haben sich in Langschede der Kanu Verein Holzwickede und der Kanu Klub Unna, sowie der Kanu Klub Fröndenberg und Menden an der Ruhr Bootshäuser errichtet. Die Vereine betreiben neben Slalom auch den Wanderkanusport.

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