Munition und alte Zünder, rund 100 verschiedene Teile von Waffen und Munition wurden im Haus an der Palzstraße gefunden. © Hornung
Waffenfund in Fröndenberg

Kampfmittelräumdienst holt 200 Kilo aus Messie-Haus – auch Waffen aus dem Krieg

Der Kampfmittelräumdienst hat die Arbeiten in der Palzstraße in Bausenhagen abgeschlossen. Waffenteile und Munition, die im Haus gefunden wurden, stammten oft aus dem Zweiten Weltkrieg.

Die Räumungsarbeiten im Messie-Haus an der Palzstraße in Bausenhagen sind abgeschlossen. Rund 200 Kilogramm hat der Kampfmittelräumdienst im Laufe der Woche aus dem Haus geholt, so Detlef Jungfermann vom Kampfmittelräumdienst Nolte. Bei einem Bruchteil davon handelte es sich um Pistolen, Munition, Handgranaten, Zünder, eine Panzerfaust oder auch das Triebwerk von einem Lenkflugkörper.

„Das war alles ganz altes Zeug“, sagt Kriminalhauptkommissarin Vera Howanietz von der Pressestelle der Polizei Unna. „Alte Munition, alter Sprengstoff, alte Waffen.“ Viele davon bereits so alt, dass sie aus dem Zweiten Weltkrieg stammen könnten. Alle scharfen Waffen habe die Polizei bereits vor Wochen beschlagnahmt.

Letztlich habe der Kampfmittelräumdienst rund 100 verschiedene Teile aus dem Haus geholt. Darunter Sprengstoff wie er in Granaten zu finden ist, aber auch Munition und einzelne Waffenteile wie Federn. Da es sich um ein laufendes Verfahren handele, mache man keine genaueren Angaben zu den Funden im Haus, hieß es weiter.

„Jetzt, wo das Haus ausgeräumt ist, haben wir endlich einen Überblick“, so Howanietz. Jetzt müsse man sich um die Frage kümmern, wo das alles herkomme und wie der Vorbesitzer des Hauses daran gelangt sei.

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg / Holzwickede
Jahrgang 1995, aufgewachsen am Rande Mendens mit mehr Feldern als Häusern drumherum. Zum Studieren nach Köln gezogen, 2016 aber aus Sehnsucht ins Sauerland zurückgekehrt. Hat in der Grundschule ihre Liebe ans Schreiben verloren und ist stets auf der Suche nach spannenden Geschichten.
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Lisa Dröttboom

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