Kampf gegen Temposünder geht weiter: „Wir werden jetzt mehr Druck aufbauen“

dzHohenheide

Temposünder auf der Hohenheide lassen die Anwohner nicht ruhen: Während die Straßenverkehrsbehörde keine Maßnahmen veranlassen wird, kündigt die Initiative um Bernd Burchert nächste Schritte an.

Fröndenberg

, 11.02.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Objektive Messergebnisse gegen subjektives Empfinden: Raser auf Querweg und Krittenschlag sind Anwohnern auf der Hohenheide weiter ein Dorn im Auge. Sie wollen sich mit erhobenen Messwerten nicht zufrieden geben.

»Da herrscht Totschweigen.«
Bernd Burchert

Mit einer Forderung hatte die Initiative um Bernd Burchert bereits Erfolg: Nach der Stadt Fröndenberg hatte auch die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Unna auf der Kreisstraße 24, die über die Hohenheide führt, die gefahrene Geschwindigkeit über einen längeren Zeitraum gemessen.

Die Ergebnisse reichten der Kreisbehörde nicht aus, um weitere Maßnahmen zu veranlassen. Immerhin die Messergebnisse der Stadt hatten allerdings offenbart, dass es durchaus, wenn auch wenige, Raser gibt.

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So fuhren auf der Tempo-50-Strecke immerhin 46 Fahrzeuge schneller als 100 km/h. Weil bei der verdeckten Messung über zwei Wochen Ende September/ Anfang Oktober 2019 aber rund 137.000 Fahrzeuge erfasst worden waren, fielen die Ausreißer letztlich nichts ins Gewicht.

»Wir werden jetzt ein bisschen mehr Druck aufbauen.«
Bernd Burchert

Anwohner stört die Methodik der Tempomessung

„Das kann man so nicht widerlegen“, will Bernd Burchert die objektiven Messergebnisse nicht anzweifeln. Er stört sich vor allem an der Methodik. Nach Angaben der Straßenverkehrsbehörde, die zwischen Löhnquelle und Krittenschlag verdeckt gemessen hatte, seien 3,5 Prozent der Fahrzeuge zu schnell gewesen.

Seines Wissens werde erst ein Tempo ab 58 km/h als überhöhte Geschwindigkeit gewertet. Flössen sämtliche Messwerte ab 51 km/ h in die Auswertung ein, „sind wir bei 30 Prozent“, so Burchert.

Dass ihn seine Eindrücke nicht täuschen, habe er bei der Langzeitmessung der Stadt gesehen: Die Stadt hatte vor seinem Grundstück, zwischen In den Telgen und Fuchskaute, eine Messtafel mit einem Smiley aufgestellt.

Eine Stunde lang habe er die Messtafel im Auge behalten, so Bernd Burchert: Bei drei Viertel der passierenden Fahrzeuge habe der Smiley rot wegen übertretener Geschwindigkeit geleuchtet.

Forderung nach Immissionschutz gegen Lkw-Abgase

Die Anwohner teilten dieses Empfinden von vielen Temposündern durchweg. Neben Maßnahmen gegen Raser auf der Straße habe man auch Immissionsschutz gegen die Lkw-Abgase gefordert.

Auf ihre entsprechenden Eingaben bei der Stadt im Oktober, aber auch bei der Kreispolizeibehörde, hätten die Anwohner aber bis heute keine Antwort erhalten.

„Da herrscht Totschweigen“, ärgert sich Bernd Burchert. Bis Ende Februar will sich die Anwohnergemeinschaft daher nochmals zusammenschließen und das weitere Vorgehen beraten. Bernd Burchert: „Wir werden jetzt ein bisschen mehr Druck aufbauen.“

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