Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg tritt Gerüchten im Fall Lügde entgegen

dzFall Lügde

Das Justizvollzugskrankenhaus in Fröndenberg fand sich in den vergangenen Tagen mitten in einer Gerüchteküche wieder. Es geht um Verletzungen, die sich ein Angeklagter im Fall Lügde zugezogen hat.

Fröndenberg

, 05.08.2019, 13:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Einer der Angeklagten im Fall Lügde wird derzeit im Justizvollzgskrankenhaus in Fröndenberg stationär medizinisch behandelt. Nachdem der Mann zu einem Verhandlungstermin am Landgericht Detmold mit einer auffälligen Verletzung erschien, brodelte im Internet die Gerüchteküche.

Auch in einer Fröndenberger Facebook-Gruppe mutmaßten User, der Mann sei von Mitgefangenen im JVK misshandelt worden. Einige Beiträgen bekundeten deswegen auch Beifall.

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Tatsächlich war auf Fernsehaufnahmen ein Striemen am linken Unteram des Mannes, der wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs angeklagt ist, zu erkennen.

Die Leitung des JVK am Hirschberg kommentiert grundsätzlich keine personenbezogenen Vorgänge in der Anstalt. Auf Nachfrage der Redaktion wollte Verwaltungsleiter Peter Wolff dieser Art von unwahren Behauptungen indes dann doch entgegentreten.

„Es hat keine Verletzungen durch andere Gefangene gegeben – das ist sicher“, sagte Wolff. Die Berichterstattung zu der Verletzung des Mannes, besonders in den Boulevardmedien, habe man natürlich verfolgt. An entsprechenden Gerüchten sei aber nichts dran. Auch der Anwalt des Angeklagten hatte entsprechende Mutmaßungen bereits zurückgewiesen.

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