Jusos verlangen FlashTicketplus der VKU für alle Schüler

Kilometergrenze abschaffen

Mit dem FlashTicketplus sind Schülerinnen und Schüler 24 Stunden lang mobil mit Bus und Bahn. Die Fröndenberger Jusos wollen, dass die Kilometergrenze künftig entfällt.

Fröndenberg

, 30.10.2018, 14:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jusos verlangen FlashTicketplus der VKU für alle Schüler

Die Jungsozialisten bestätigten Sebastian Kratzel im Amt des Vorsitzenden; er bildet künftig eine Doppelspitze mit Svenja Müller. © privat

Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) und Westfalenbus bieten seit Längerem Sonderkonditionen für Fahrten von Schülerinnen und Schülern an. Das FlashTicketplus ermöglicht – im Gegensatz zum FlashTicket – dabei eine 24-stündige Mobilität. Wie die Jusos Fröndenberg in einem Bürgerantrag an die Stadt ausführen, kann das FlashTicketplus nur von Schülern beantragt werden, die mindestens 3,5 Kilometer (Sekundarstufe I) bzw. 5 Kilometer (Sekundarstufe II) von der Gesamtschule entfernt wohnen.

Mehr Kilometer mit Bus und Bahn schonten auch die Umwelt

Diese Kilometergrenze möchten die Jusos nun abschaffen. Damit würden mehr Schüler in den Genuss des Tickets kommen. Aus Sicht der Jungsozialisten förderte das nicht nur die Mobilität junger Fröndenberger, sondern „könnte sogar örtliche Straßen entlasten, da weniger Schülerinnen und Schüler mit dem Auto zur Schule fahren beziehungsweise gefahren werden müssten“, wie es wörtlich heißt.

Weitere Folge sei, dass weniger Kfz-Verkehr und die Nutzung von Bus und Bahn die Umwelt zusätzlich schonten. Die VKU ist eine Einrichtung des Kreises Unna, die Bezuschussung der Schülertickets müssten daher die zuständigen Gremien beschließen. Dass über die Umlage letztlich die Stadt Fröndenberg das FlashTicketplus für alle mitfinanzieren würde, halte man für angemessen, sagte Jusovorsitzender Sebastian Kratzel zu unserer Zeitung. Der Antrag der Jusos schließt daher mit einer entsprechenden Aufforderung an die Stadtverwaltung, die „ihre vorhandenen Kompetenzen“ einsetzen solle, „um die Empfehlung der Jusos Fröndenberg bestmöglich zu erfüllen.“

Neue Stelle im Rathaus soll Bereich Fördermittel managen

In einem weiteren Bürgerantrag fordern die Jusos, ein zentrales Fördergeldmanagement innerhalb der Fröndenberger Stadtverwaltung einzurichten. Mit Blick auf zahlreiche Projekte, die in der Stadt aktuell und künftig umgesetzt werden, ist nach Ansicht der Jusos eine hohe Effizienz und schnelle Akquirierung von Fördermitteln angezeigt. „Es fehlt noch an einem koordinierten Verfahren, das ist uns oft zu zufällig“, sagte Sebastian Kratzel auf Anfrage. Eine feste Anlaufstelle im Rathaus, die sich mit der Thematik Fördermittel beschäftigt, sei daher hilfreich. Die Jusos möchten hierfür einen zusätzliche Mitarbeiter im Rathaus einstellen lassen. Das zentrale Management könne dann nicht nur die einzelnen Abteilungen der Stadtverwaltung entlasten, sondern mit einem Fördermittelkatalog einen regelmäßigen Überblick bieten. Das Feld der öffentlichen Förderung auf allen Ebenen von Kreis bis EU sei komplex. Daher sei das zentrale Management nur von Vorteil, „um von möglichst vielen Töpfen profitieren zu können“, begründet Sebastian Kratzel den Antrag. Auch Vereine könnten von der Expertise des Fördermittelmanagements profitieren. Eine zusätzliche Planstelle im Rathaus hält er für realistisch: „Durch eine strukturierte und effiziente Akquirierung darf mit einer zeitnahen Amortisierung dieser Stelle gerechnet werden“, so Kratzel. Schließlich sage man auch von Steuerfahndern, dass sie ihre Stelle praktisch selbst finanzieren.

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Weitere Informationen zum SchülerAbo plus gibt es auf www.vku-online.de und auf www.kreis-unna.de (Suchbegriff Sozialticket).
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