Junger Fröndenberger schämt sich für Unfall und begeht Fahrerflucht

dzVor Gericht

Weil ihm sein missglücktes Einparkmanöver peinlich war, meldete ein Fahranfänger aus Fröndenberg seinen Unfall erst nach Stunden. Das war zu spät. Nun musste er sich deshalb vor Gericht verantworten.

von Sylvia Mönnig

Fröndenberg

, 25.05.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seinen Führerschein besaß ein junger Fröndenberger erst seit kurzer Zeit, als ihm vor der eigenen Haustür beim Einparken ein Missgeschick passierte. Da ihm das Ganze peinlich war, verschwand er. Das hatte nun Folgen.

Es lief gründlich schief, als der 18-Jährige sein Auto am Abend des 23. Dezember in Hohenheide abstellen wollte. Zunächst kollidierte er mit der Eingangstür eines Hauses, dann noch mit einem anderen Pkw. 600 Euro Fremdschaden entstanden, doch er schämte sich derart, dass er den Ort des Geschehens fluchtartig verließ. Allerdings besann er sich in der Nacht noch eines Besseren und ging zur Polizei. Eines unerlaubten Entfernens vom Unfallort hatte er sich dennoch schuldig gemacht.

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Ernsthaft betreten erschien der Fröndenberger, der bis dahin noch niemals negativ aufgefallen war, zu seiner Verhandlung vor dem Amtsgericht Unna. Er schämte sich nach wie vor. Er habe damals einen Fehler gemacht, räumte er ein. Es sei ihm einfach so peinlich gewesen. Die Schäden seien bereits komplett gutgemacht. Sein Nachtatverhalten, das Geständnis, das leere Strafregister und die bereits erfolgte Schadensregulierung sorgten dafür, dass der 18-Jährige eine Chance erhielt. Sein Verfahren wurde vorläufig eingestellt. Jedoch unter einer Bedingung: Er soll 30 Sozialstunden ableisten.

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