Jugendreferent Klaus Meyer möchte die Jugendarbeit in Frömern voranbringen

dzEvangelische Kirchengemeinde Frömern

Der Start in der Corona-Krise hat seine Arbeit auf den Kopf gestellt. Die Fußstapfen, in die Klaus Meyer tritt, sind enorm. Er will an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen.

Fröndenberg

, 01.08.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der neue Jugendreferent der evangelischen Kirchengemeinde Frömern hat still und heimlich sein Amt angetreten. Drei Tage später legte Corona alles lahm, veränderte auch seine Arbeit in der Gemeinde. Klaus Meyer ist für die Frömerner kein Unbekannter.

2003 zog seine Familie nach Frömern, seither kreuzen sich die Wege von Meyer und der evangelischen Kirchengemeinde stetig. „Als Jungspund habe ich die Angebote selbst wahrgenommen“, erzählt er. Im Lauf der Zeit sei sein Wunsch gewachsen, diese Arbeit einmal selbst zu machen.

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Nach seinem Abitur 2015 macht er sein freiwilliges soziales Jahr bei der Kirchengemeinde, verabschiedet sich dann für das Studium nach Bochum. Den Kontakt nach Frömern verliert er dabei nicht. „Ich habe bei großen Aktionen immer noch geholfen.“

Verändertes Arbeiten in der Krise

Ende vergangenen Jahres führt ihn sein Weg zurück in die Kirchengemeinde. Seit dem 15. März ist er der neue Jugendreferent an der Seite von Katharina Grügelsiepe, tritt damit in die Fußstapfen von Sebastian Richter. „Es ist genau das, wo ich hinwollte.“

Ich habe großen Respekt vor den Fußstapfen, in die ich trete.
Klaus Meyer

Unter normalen Umständen bestünde seine Zeit nun daraus, Kindergruppen zu organisieren, Aktionen und Freizeiten zu planen und die Koordination mit den Ehrenamtlern im Auge zu behalten, die „das Fundament unserer Arbeit bilden“. Hinzu käme „typische Büroarbeit“, wie Meyer es formuliert. Zum Beispiel Spenden sammeln und Anträge stellen, damit die Angebote für die Frömerner mit wenigen Kosten verbunden sind und von jedem wahrgenommen werden können.

Corona hat seine Arbeit verändert, wie er erzählt. „Ich bin meine Arbeit am 15. März angetreten und einen Tag später war hier alles zu.“ Drei Tage zuvor fand noch eine größere Aktion mit der Band JAM statt, dann ist die evangelische Kirchengemeinde dicht. Termine mussten abgesagt, der Schaden durch die Krise begrenzt werden. „Das hat uns schon getroffen. Es ist die Arbeit weggefallen, auf die wir uns stützen.“

Mehr zur Person

In Frömern aufgewachsen und zurückgekehrt

  • Als Jugendlicher hat Klaus Meyer die Angebote der evangelischen Kirchengemeinde selbst in Anspruch genommen, war regelmäßig im Treff und bei Aktionen dabei.
  • Nach der Konfirmation machte er eine Mitarbeiterschulung, eine Art Jugendleiter-Karte, um die rechtlichen und pädagogischen Grundlagen für die Arbeit mit Kindern kennenzulernen.
  • Seit 2012 ist er in der Kirchengemeinde aktiv, musste nur für sein Abitur die Arbeit zurückschrauben.
  • Nach dem Studium für soziale Arbeit in Bochum kehrte er nach Frömern zurück.

Doch Meyer kämpft, damit die evangelische Kirchengemeinde auch in Corona-Zeiten Präsenz zeigt. „Wir haben versucht, mit den Leuten in Kontakt zu bleiben, so gut es möglich war. Die Gemeinde hat etwas Tolles aufgebaut, was nicht zerstört werden sollte.“ Er ist froh, dass mit den Lockerungen auch erste Projekte wieder möglich sind. Derzeit bietet die evangelische Kirchengemeinde Sommerferienspiele für die Jugendlichen an. „Es ist unser Versuch, den Heimfrust zu bekämpfen und den Kindern etwas zu bieten.“

Respekt vor den Fußstapfen von Richter

Meyer selbst sagt von sich, dass er gerne Prozesse optimiert. „Ich baue auf ein tolles Fundament auf und die Gemeinde gibt mir Rückendeckung.“ Großartig verändern möchte er als Jugendreferent nichts, dafür aber „einen Eindruck hinterlassen“. Sebastian Richter habe einiges aufgebaut und der Frömerner Jugend einen Namen verschafft, der weit über die Grenzen Fröndenbergs hinausgetragen wird.

Mit ihm vergleichen möchte er sich nicht. „Ich habe großen Respekt vor den Fußstapfen, in die ich trete“, sagt Meyer. „Ich möchte nicht kaputtmachen, was ich gerade in den Händen halte.“

Stattdessen möchte er an diese Arbeit anknüpfen und die Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinde in die Zukunft führen. „Ich möchte es noch toller und besser machen und die Gemeinde voranbringen.“

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