Jugendliche Fröndenberger sollen an der Radwegeplanung beteiligt werden

dzMühlenberg

Wie könnte der Mühlenberg fahrradfreundlicher gestaltet werden? Die Stadt steht bei der Antwort auf diese Frage vor einem Problem: Benutzungspflichtige Radwege sind in Tempo-30-Zonen verboten.

Fröndenberg

, 03.02.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht zuletzt die Kritik am neuen Schülerradweg, der sich gerade im Bau befindet, hat gezeigt, dass es sich lohnt, schon bei der Planung eines solchen Vorhabens verschiedene Experten und Interessengruppen mit ins Boot zu holen. Bereits im April des vergangenen Jahres hatte die SPD in diesem Sinne beantragt, den Mühlenberg Fahrradfreundlicher zu gestalten - und daran Jugendliche zu beteiligen. Die Stadtverwaltung hat nun ein Workshop-Konzept erarbeitet.

Beteiligungsphase zum Verlekrsentwicklungsplan

Die Stadt weist in diesem Zusammenhang aber auch darauf hin: Bereits bei der Aufstellung des Verkehrsentwicklungsplans 2030 bestand für Bürgerinnen und Bürger, „selbstverständlich auch für Jugendliche“, die Möglichkeit, sich im Rahmen der Beteiligung zum Thema Radverkehr einzubringen. In Form eines Bürgerforums 2014 und der daran anschließenden sechswöchigen Onlinebeteiligung im Jahr 2015.

Jetzt lesen

Der Großteil der Straßen rund um den Mühlenberg ist als Tempo-30-Zone ausgewiesen. Es wird hauptsächlich längs, teils auch schräg geparkt. Drempel und Pflanzinseln beruhigen den Verkehr weiter. So soll das Tempo reduziert, starker Durchgangsverkehr in den Wohngebieten verhindert werden et cetera. Doch genau die Tatsache, dass im Bereich Mühlenberg Tempo 30 gilt, ist Grund dafür, dass die Stadt keinen Radweg einrichten dürfte.

Verbot in der Straßenverkehrsodnung

„In Tempo-30-Zonen sind benutzungspflichtige Radwege, Radfahrstreifen, Schutzstreifen und jegliche weitere Nutzung von durchgezogenen oder unterbrochenen Markierungen gemäß § 45 Abs. 1c der Straßenverkehrsordnung ausdrücklich verboten“, erklärt sie dazu.

Auch wenn es dabei wohl nicht darum geht, einen benutzungspflichtigen Radweg einzurichten, möchte die Stadt die Anregung der SPD aufgreifen - und nun Jugendliche mit in die Verkehrsplanung einbeziehen. Die Verwaltung schlägt vor, dass der Nachwuchs seine Erfahrungen im Rahmen eines Jugendworkshops zum Thema Radfahren auf dem Mühlenberg einbringen könnte.

Jetzt lesen

Mit der Planung und Organisation eines solchen Workshops müsste die Stadt Fröndenberg allerdings ein Fachbüro beauftragen. Das würde rund 3000 Euro kosten. Mögliche Baumaßnahmen nach dem Workshop könnten durch ein Förderprogramm gefördert werden. Im Bau- und Verkehrsausschuss am 11. Februar soll sich die Politik zum Jugendworkshop beraten.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Anliegerbeiträge
Straßenbaubeiträge: Hauseigentümer verlangt Klarheit noch vor der Kommunalwahl
Hellweger Anzeiger Bauplanung Sportpark
Sportpark Ruhr: Belastungen im Boden und Hochwasserschutz sorgen für Mehrkosten