Jürgen Haverkamp geht in den Ruhestand: Abschied zum richtigen Zeitpunkt

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Nach fast 40 Jahren als Lehrer verabschiedet sich der Schulleiter der Overbergschule aus dem Dienst. Er wird die Kinder und Kollegen vermissen, freut sich aber auch auf neue Aufgaben.

Fröndenberg

, 01.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Er war 16 Jahre Schulleiter in Werne, 12 Jahre, seit 2007, Schulleiter in Fröndenberg und insgesamt fast 40 Jahre Grundschullehrer. Jetzt geht Jürgen Haverkamp in den Ruhestand. In der kommenden Woche wird er mit einer kleinen Feier an der Overbergschule offiziell verabschiedet.

„Ich hätte noch etwas länger machen können“, sagt Haverkamp. Aber der Abschied ist wohlüberlegt – und genau richtig, ist der Schulleiter überzeugt. Bis ein Nachfolger gefunden ist, wird Monika Corbach aus dem bestehenden Leitungsteam die Schulleitung kommissarisch übernehmen.

Lehrer stehen heute vor neuen Herausforderungen

Im Laufe der Zeit, die Jürgen Haverkamp als Lehrer, später als Schulleiter arbeitete, veränderte sich vieles. Mit Themen wie Inklusion und Integration stünden Lehrer vor neuen Herausforderungen durch die Verschiedenheit der Kinder. „Schule ist immer ein Spiegel der Gesellschaft“, weiß Jürgen Haverkamp aus Erfahrung zu berichten. Der Lehrerberuf sei heute aber auch eine Chance, Kinder gerade in ihrer Unterschiedlichkeit wahrzunehmen.

Dass der räumliche Ausbau der Grundschulen nun endlich konkret wird, freut Jürgen Haverkamp sehr. Schon als er im Jahr 2007 Schulleiter der Overbergschule wurde, war vieles, das jetzt so gut wie beschlossen ist, schon Thema. „Jetzt ist es ganz real geworden“, sagt Haverkamp, der zum Start der Bauarbeiten „leider“ nicht mehr im Amt ist. Dass er 2007 in Fröndenberg noch „einmal ein Stück neu beginnen“ konnte, hält der Schulleiter bis heute für eine gute Entscheidung.

Das Profil der Schule wurde in den vergangenen Jahren geschärft

Während seiner Laufbahn wurde ein gemeinsames Bildungskonzept erarbeitet, das Profil der Schule geschärft. Sowohl sportlich als auch im Bereich des naturwissenschaftlichen Lernens habe die Overbergschule Fortschritte gemacht. Auch der offene Ganztag hat sich rasant entwickelt. Inzwischen nehmen das Angebot mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler war.

Doch all das sei auch Verdienst eines tollen Kollegiums, bestehend aus langjährigen Lehrern, die noch länger an der Gemeinschaftsgrundschule arbeiten als Jürgen Haverkamp – und immer wieder auch neuen motivierten Gesichtern. Bald ist Jürgen Haverkamp nicht mehr mit dabei. „Die Kollegialität in der Schulleitung und im Kollegium werde ich sicher vermissen“, sagt er. Auch die Kinder, mit denen er täglich in der Schule und rund um die Schule zutun hat, werden ihm fehlen.

Im Ruhestand mehr Zeit für die Familie

Dafür hat er im Ruhestand mehr Zeit für die eigenen Kinder – und vor allem die inzwischen zwei Enkelkinder. „Ich werde meine Freizeit mit Sicherheit auskosten und genießen“, sagt Jürgen Haverkamp. Damit es in den nächsten Jahren aber auch nicht langweilig wird, habe er bereits jetzt für Beschäftigung gesorgt. Neben seinem Hauptberuf führt der Schulleiter nämlich ehrenamtlich Coachings und Supervision durch – hilft so Einzelpersonen oder auch Gruppen, die an ihrem Arbeitsplatz Probleme haben.

Dass die Overbergschule auch ohne ihn in eine gute Zukunft steuert, steht für Haverkamp außer Frage. Als nächste Schritte stehen Erweiterungen im Bereich digitales Lernen sowie die für alle Grundschulen geplanten Sanierungs- und Umbauarbeiten an.

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