Kaum Unterricht, aber Klausuren: Jahrgangssprecherin erklärt die Sorgen ihrer Mitschüler

dzGesamtschule Fröndenberg

Eigentlich sollte die Sekundarstufe der Gesamtschule Fröndenberg schon ab dieser Woche wieder unterrichtet werden. Schülerinnen und Schüler der Q1 verhinderten das, haben aber auch großes Verständnis für die komplizierte Lage.

Fröndenberg

, 18.05.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie berichtet gab es in der vergangenen Woche kurzfristige Veränderungen bei den Plänen der Gesamtschule, die zunächst beabsichtigte, bereits in dieser Woche mit dem Unterricht weiterer Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen wieder einzusteigen.

Grund für die Änderung des Zeitplans waren Beschwerden der Schülerinnen und Schüler der Q1. Die Gesamtschule hatte zu dieser Entscheidung Informationen auf ihrer Homepage veröffentlicht, die aus Sicht der impulsgebenden Schüler deren Motivation und Sorgen nicht korrekt wiedergeben. Das teilte die Jahrgangssprecherin der Q1, Marieke Lilian Möller, nun mit.

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Bedenken hatten die Jahrgangssprecherinnen und -specher der Q1 demnach vor allem mit Blick auf die Klausuren ab 25. Mai, da die Q1 im Zweifelsfalle nur eine oder eineinhalb Zeitstunden bis zur Klausur im jeweiligen Fach unterrichtet worden wäre. Da die Frist für die Klausuren aber nicht vom Ministerium vorgegeben worden sei, hatten die Q1-Schüler vorgeschlagen, die Klausurenphase erst nach Pfingsten beginnen zu lassen. Dann hätte die Q1 auch in der Woche ab 25. Mai ausreichend vorbereitet werden können.

Schilderungen der Schulleitungen seien nicht korrekt

Dass die Jahrgangssprecher laut Schulleiter Klaus de Vries beansprucht hätten, dass zunächst alle Kapazitäten in den Unterricht der Q1 einfließen, wie es das Schulministerium vorschlage, sei nicht korrekt.

Die Q1 hätte auf ihren Unterricht vor dem Hintergrund bestanden, dass am 25. Mai Klausuren geschrieben werden. Wären die Klausuren nach hinten verschoben worden, wäre die zunächst geplante Öffnung der Schule für die Sekundarstufe I ab 18. Mai aus der Sicht der Schüler möglich gewesen.

Inzwischen sei den Jahrgangssprechern der Q1 klar, dass die fehlenden Kapazitäten dies nicht möglich machen, zumal bisher auch der 11. Jahrgang noch keine Möglichkeit hatte, unterrichtet zu werden, aber ebenfalls noch Klausuren schreiben muss, die für die Versetzung in die Q1 relevant sind.

Zudem sei den Schülerinnen und Schülern der Q1 bewusst, „dass die Schulleitung in einer solchen Ausnahmesituation sehr stark beansprucht wird“. „Die Jahrgangssprecherinnen und -sprecher wissen diesen Aufwand zu schätzen“, betont Marieke Lilian Möller. Umso mehr bedanke sich die Q1, dass ihrer Bitte, den Start der Sekundarstufe zu verschieben, nachgekommen wurde.

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