Irrfahrt durch ein Maisfeld macht Landwirt in Fröndenberg-Altendorf ratlos

dzZeugen gesucht

Irrfahrt durchs Maisfeld – Landwirt Friedrich Westhelle traute seinen Augen kaum, als er das Ergebnis in Fröndenberg-Altendorf sah. Vermutlich bleibt Westhelle auf dem Schaden sitzen. Dabei dient der Mais ganz besonderen Zwecken.

Altendorf

, 25.07.2019 / Lesedauer: 3 min

In einer nächtlichen Irrfahrt pflügte ein Autofahrer mit seinem Renault ein Maisfeld in Altendorf durch. Rund 300 Meter der schon länger als mannshoch stehenden Pflanzen liegen nun platt gefahren auf dem Boden.

Friedrich Westhelle gehört das rund 2,7 Hektar große Maisfeld zwischen Pappelallee und Altendorfer Straße. Was dem Übeltäter in den Sinn gekommen ist, als er in der Nacht von Montag auf Dienstag durch das Feld raste, mittendrin eine Schleife fuhr und sich dann von dannen machte, ist Westhelle ein einziges Rätsel. „Ein persönlicher Rachefeldzug kann es nicht sein“, sagt der Landwirt. Denn die betroffene Fläche hatte er erst vor einiger Zeit mit einem anderen Landwirt getauscht. Aber auch sein Nachbar wüsste nicht, wer ihm vorsätzlich einen solchen Schaden hätte zufügen wollen.

»Ein persönlicher Rachefeldzug kann es nicht sein.«
Friedrich Westhelle

Der wird sich am Ende auf bis zu 800 Euro belaufen. Versichert ist ein solches Ereignis – natürlich – nicht. Weil die Polizei bislang keine Spuren sichern konnte, hängt nun alles davon ab, ob es weitere Zeugen der Tat gibt.

In der Nacht hatten Nachbarn, die gerade von einem Konzertbesuch zurückkamen, einen grauen Renault Espace mit polnischem Kennzeichen beobachtet. Der fuhr von der Ecke Pappelallee/Altendorfer Straße plötzlich mit hoher Geschwindigkeit in das Maisfeld.

Nach wenigen Minuten war der Spuk vorüber. Friedrich Westhelle ist nach den Polizeibeamten die Schneise durch den Mais mehrmals abgegangen in der Hoffnung, abgefallenen Autoteile zu finden – vergeblich.

Aus dem Altendorfer Mais wird in Volkringhausen Biogas

Er vermutet aber, dass sich unter dem tiefliegenden Auto Maisblätter verfangen haben könnten. Daher ist er für jeden Hinweis dankbar. Niemand weiß jedoch, ob der Autofahrer überhaupt in der Region wohnt.

Die Schneise wird bleiben, bis der Mais in einigen Wochen geerntet wird. Er wird nicht gedroschen, sondern gehäckselt, weil es sich nicht um Futtermais handelt.

Denn Friedrich Westhelle beliefert schon seit einigen Jahren eine Biogasanlage in Balve-Volkringhausen. Die betreibt sein Schwiegersohn Conrad Albersmeier gemeinsam mit einem anderen Landwirt.

Aus den Maispflanzen wird zusammen mit anderen natürlichen Zusätzen Biogas gewonnen. In Volkringhausen werden einige Haushalte mit dem erzeugten Strom versorgt. „Natur rein – Natur raus“, so nennt Friedrich Westhelle das. Denn als Abfallprodukt entsteht Dünger, der wiederum auf seinem Maisfeld landet.

Sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall in Altendorf nimmt die Kreispolizeibehörde unter Tel. (0 23 03) 9 21 31 20 oder 921-0 entgegen.
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