Internationale Gartenausstellung findet Mehrheit im Rat

dzIGA 2027

In der Diskussion um eine Teilnahme und die Bewerbung von Fröndenberg als Standort für die Internationale Gartenausstellung im Jahr 2027 hat die CDU eine Kehrtwende gemacht.

Fröndenberg

, 08.11.2018, 12:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwar seien noch viele Fragen zu klären, vor allem die Themen Umweltschutz und Finanzierung sollten nicht außer Acht gelassen werden. Dennoch: Fröndenberg habe wenige „Leuchttürme“, wie die Kettenschmiede und den Himmelmannpark, sagte der CDU Fraktionsvorsitzende Gerd Greczka am Donnerstagabend im Stadtrat. Deshalb werde die CDU-Fraktion den Grundsatzbeschluss, sich an der IGA zu beteiligen, mit tragen. Und mit der Zustimmung der Christdemokraten fand das Vorhaben, das vonseiten der SPD gelobt und ebenfalls unterstützt wird, eine Mehrheit. Im Vorfeld der Sitzung gehörte die CDU zu den Kritikern der IGA-Pläne.

Mehrere kritische Stimmen von den kleinen Parteien

Kritik hingegen, die in eine ähnliche Richtung ging wie die der CDU, brachten die kleineren Parteien im Rat hervor, die auch tatsächlich gegen die bisherigen Pläne stimmten. Martin Schoppmann von den Grünen etwa sagte, dass zwei Herzen in der Brust der Fraktion schlagen würden. Die Bedenken, dass aus der Flutmulde ein „Pipibecken“ würde, überwogen allerdings - zudem könnte der Beschluss, der eigentlich nur ein grundsätzlicher für die IGA-Beteiligung sein sollte, den Parteien später „unter die Nase gerieben werden“, wenn es etwa um die noch zu klärenden Fragen der Finanzierung und Gestaltung geht. Gerade die „Nutzbarmachung der Ruhr“ hingegen war es, die bei der SPD-Fraktion besonders gut ankam.

„Stadt ist in anderen Bereichen nicht gut aufgestellt“

„Warum muss man 300.000 Euro in eine Liegewiese investieren“, reduzierte Matthias Büscher von den Freien Wählern die Pläne der Stadt auf einen Aspekt, der ihm unsinnig erscheint. Etwas ausführlicher gestaltete Andreas Wette die Kritik der Liberalen: Er erklärte, dass einige Ideen der Stadt durchaus gut und sinnvoll seien; dennoch könne die FDP den Vorschlag der Verwaltung nicht in Gänze mittragen. Es sei nicht im Sinne der Fröndenberger, immer wieder neue Dinge anzustoßen, solange die Stadt in anderen Bereichen nicht gut aufgestellt sei.

Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe wünscht sich Kompromiss

Die Diskussion veranlasste auch den Bürgermeister, zu den Plänen Stellung zu nehmen: „Ich würde mich freuen, wenn wir trotzdem gemeinsam in eine Richtung gehen“, wollte er auch die kritischen Stimmen aus der Politik überzeugen, mit der Stadt an einem Strang zu ziehen. Etwa in puncto Flutmulde lasse sich doch mit Sicherheit ein Kompromiss finden. Und Bauamtsleiter Kramme nickte zustimmend.

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