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Innenstadt als Standort für Wohnmobile

dzStellfläche am Himmelmannpark

Ein Wohnmobilstellplatz könnte laut Verwaltung am Himmelmannpark entstehen. Die Kosten bewegen sich deutlich im sechsstelligen Bereich.

Fröndenberg

, 17.09.2018 / Lesedauer: 3 min

Es ist ein lang schwelendes Thema – nun könnte der Knoten endlich zerschlagen werden: Die Verwaltung hat als Stellplatz für Wohnmobile eine Fläche am Himmelmannpark ausgeguckt. Das Projekt würde den städtischen Haushalt mit einer sechsstelligen Summe belasten.

Die Politik hatte die Stellplätze immer wieder gefordert: Für Kurzurlauber mit Campingwagen seien solche Angebote für eine Stadt, die sich die Förderung des Tourismus auf die Fahnen schreibt, unerlässlich.

Viele angedachte Standorte, auch besonders nahe der Ruhr, waren aus naturschutz- oder wasserrechtlichen Gründen verworfen worden. Nun hat die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie auf realistische Varianten überprüft. Die Studie hatte Professor Heinrich Lang, öffentlich bestellter Sachverständiger für Camping und Ferienparkwirtschaft, erstellt.

Nicht weniger als 16 potenzielle Standorte hat die Verwaltung unter die Lupe genommen

Nicht weniger als 16 Standorte sind unter die Lupe genommen worden. Nach einer Vorauswahl der Verwaltung blieben noch vier Flächen in der engeren Wahl. Die übrigen hatten die Hürden Zentrumsnähe sowie Möglichkeiten der Nahversorgung und Naherholung nicht überspringen können. Die Verwaltung favorisiert letztlich die Freifläche zwischen dem Neuen Hotel am Park, der Tennisanlage sowie der Skateranlage, weil dieses Areal eben diese als für Besucher wichtig erachteten Kriterien sämtlich erfülle.

Auf einer vorhandenen Freifläche von rund 800 Quadratmetern Größe könnten fünf Stellplätze zuzüglich erforderlicher Rangierflächen, Möglichkeiten der Ver- und Entsorgung sowie ausreichende Grünbereiche mit Sitzmöglichkeit hergerichtet werden, führt die Bauverwaltung in ihrer Vorlage an den Ausschuss für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing (AKT) aus.

Die Kalkulation beläuft sich auf rund 180.000 Euro Kosten

Die Verwaltung hat auch die Kosten für die Herrichtung des Wohnmobilstellplatzes bereits grob kalkuliert. Demnach kämen rund 180.000 Euro auf die Stadt zu. Allein der Bau der Fahr- und Stellflächen wird mit 60.000 Euro veranschlagt. Kosten für Möblierung, Strom- und Wasserversorgung und auch für ein Lärmgutachten summieren sich.

Derzeit werde geprüft, inwieweit Fördermittel des EU-Programms Leader oder eines anderen Tourismusprogramms in Anspruch genommen werden können. Auf Anfrage beim Leader-Regionalmanagement sei eine 65-prozentige Bezuschussung in Aussicht gestellt worden. Die Maßnahme entspreche zwar der regionalen Entwicklungsstrategie „Börde trifft Ruhr“. Mit dem zuständigen Landesministerium müsse aber noch geklärt werden, ob touristische Maßnahmen über das Leader-Programm förderfähig sind.

Vermutlich könne die Regionalmanagerin in der Sitzung des AKT am 20. September bereits ein Ergebnis der Gespräche präsentieren.

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