In Sicht: Ehrenamtlicher Transport von Lebensmitteln zur Fröndenberger Tafelausgabe

dzSoziales Netzwerk

Schon bald könnte die Fröndenberger Tafel ihren Betrieb wieder aufnehmen: Das Soziale Netzwerk Mühlenberg und der Stadtteiltreff Windmühle wollen den Transport von Lebensmitteln übernehmen.

Fröndenberg

, 08.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Tafelausgabe ruht seit dem letzten Betriebstag am 20. Dezember, weil von der Arge vermittelte Hilfskräfte seit dem 1. Januar nicht mehr zur Verfügung stehen. Monika Kostorz und Jürgen Wiechert vom Sozialen Netzwerk Mühlenberg sind nach Gesprächen mit dem Verein Unnaer Tafel, der auch die Ausgabe in Fröndenberg betreibt, zuversichtlich, dass es eine Lösung geben wird. „Es sieht so aus, dass es gelingen könnte, zumindest eine Öffnung alle 14 Tage möglich zu machen“, sagte Monika Kostorz am Dienstag zu unserer Zeitung. Entscheidend sei die Bereitschaft des Stadtteiltreffs Windmühle, den Bulli der Einrichtung für Transporte von Lebensmitteln zur Verfügung zu stellen. Thomas Reimann, Leiter des Stadtteiltreffs auf dem Mühlenberg, habe aus seinem Urlaub grundsätzlich Unterstützung signalisiert. Laut Monika Kostorz könnten somit immer einen Tag vor dem Ausgabetag im zentralen Verteillager der Unnaer Tafel in Königsborn frische Waren abgeholt werden. Diese würden dann wie gewohnt ergänzt durch die Spenden der Grundschulen, die nach einem Aufruf durch das Fröndenberger Bündnis für Familie gesammelt und beim Bauernmarkt übergeben wurden, sowie sonstige noch vorrätige haltbare Lebensmittel.

Ehrenamtlicher Einsatz soll keine Dauerlösung werden

Monika Kostorz betont, dass diese ehrenamtlich organisierte Hilfe nur einen gewissen Zeitraum überbrücken könne. „Das kann keine Dauerlösung sein. Dringend ist jetzt die Nachbesetzung der erforderlichen Stellen“, sagt Kostorz. Auch hierfür wolle sie sich im Rahmen ihres politischen Mandats einsetzen. Zuständig ist der Kreis Unna als Träger der Arge. Der Einsatz von befristeten ABM-Stellen bei einer Tafel sei sicherlich ein Sonderfall, im Allgemeinen würden die Tafelausgaben von kirchlichen oder caritativen Einrichtungen getragen.

Mit Ulrike Trümper, der 1. Vorsitzenden des Tafelvereins in Unna, sei die Unterstützung bereits abgesprochen. Schließlich gehe es auch um Hygienevorschriften, die zu beachten seien. Ein Lebensmitteltransport in Privat-Pkw wäre nicht gestattet worden. Kommenden Montag wird es ein abschließendes Gespräch mit dem Stadtteiltreff geben, bevor der Termin für den Start der Überbrückungshilfe bekanntgemacht werden soll.

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