Im Streit zugeschlagen

von Sylvia Mönnig

Fröndenberg

, 19.07.2019, 22:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im heftigen Streit mit seiner Freundin verlor ein junger Fröndenberger offenbar die Kontrolle über sich und schlug zu. Vor dem Unnaer Amtsgericht geriet der 20-Jährige deshalb nun in Erklärungsnöte.

Anfang April geriet das Paar, das ein gemeinsames Kind hat und damals noch in einer Wohnung in Fröndenberg lebte, aneinander. Im Verlauf der Auseinandersetzung versetzte der 20-Jährige der jungen Frau mindestens einen heftigen Schlag in das Gesicht. Die Folge: ein blaues, zugeschwollenes Auge.

Eine vorsätzliche Körperverletzung wurde dem Fröndenberger im Prozess zur Last gelegt. Er versuchte, das Ganze etwas zu relativieren. Sie hätten sich gestritten, es habe ein Handgemenge gegeben, sie hätten sich geschubst. „Das war im Affekt“, betonte er und räumte ein, der Mutter seines Babys einen Schlag mit der flachen Hand versetzt zu haben. Nach dieser Auseinandersetzung hätten sie beide entschieden, zumindest erst einmal nicht mehr in einer Wohnung zu leben. Sein Kind würde er allerdings regelmäßig sehen.

Der Vertreter der Anklage redete in seinem Plädoyer Tacheles: „Das geht einfach nicht. Das ist eine Frau, die Ihnen körperlich unterlegen ist. Und das ist auch eine Hemmungslosigkeit, Jemandem ins Gesicht zu schlagen.“ Für den 20-Jährigen spreche lediglich sein Geständnis, gegen ihn die Vorstrafen auf anderem Gebiet und die Verletzung, die sein Opfer erlitten habe. Er beantragte, den jungen Fröndenberger zu 900 Euro Geldstrafe zu verurteilen. Die Jugendrichterin folgte dieser Anregung und wurde in der Urteilsbegründung mit Blick auf das Strafregister des Angeklagten ebenfalls deutlich. Er sei diesmal sicherlich letztmalig zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Bei Begehung einer weiteren Straftat müsse er künftig mit der Verhängung einer Freiheitsstrafe rechnen.

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