Im Kampf gegen Temposünder: So wollen Anwohner für mehr Sicherheit sorgen

dzQuerweg Hohenheide

Das Interesse war groß, damit steigt auch der Druck der Anwohner: Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass auf dem Querweg zu schnell gefahren wird. So wollen sie gegen Temposünder vorgehen.

Fröndenberg

, 29.08.2019, 08:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Druck der Anwohner am Querweg steigt. Rund zwei Dutzend Mitstreiter zählte Bernd Burchert bei der Anwohnerversammlung zur Geschwindigkeitsproblematik rund um Hohenheide – weitere haben ihr Interesse bekundet, wollen sich an der von ihm initiierten Unterschriftenaktion beteiligen.

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Denn nach Ansicht vieler Anwohner der anliegenden Viertel wird auf dem Querweg viel zu schnell gefahren. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis da etwas passiert, hatte Burchert im Vorfeld der Anwohnerversammlung mit Verweis auf die Kreuzung Querweg / Fuchskaute / In der Waldemey gesagt. Insbesondere wer aus der Waldemey komme, sehe den Verkehr aus Ostbüren spät – und bei zu hoher Geschwindigkeit schlimmstenfalls zu spät.

„Keine Radarkontrolle auf dem Präsentierteller“

Passiert ist an dieser Stelle zumindest in der jüngeren Vergangenheit nichts. Aber soweit wollen es die Anwohner gar nicht erst kommen lassen. Mit ihrer Initiative stellen sie erstmal gar keine großen Ansprüche. „Das Tempolimit soll eingehalten werden – und dafür müssen die Behörden Sorge tragen“, formuliert Burchert im Nachgang der Versammlung den Konsens. „Und zwar mit geeigneten Maßnahmen und nicht mit einer Radarkontrolle, die alle sechs Monate wie auf dem Präsentierteller stattfindet.“

Vorschlag: Messung für objektive Daten

So sei beispielsweise der Vorschlag gekommen, für einen gewissen Zeitraum eine Geschwindigkeitsmessanlage zu installieren, um den subjektiven Eindruck der Anwohner mit objektiven Daten zu belegen. Dafür wollen sich Burchert und seine Mitstreiter nun vorerst stark machen. „Dann wird man schon feststellen, dass da etwas dran ist.“

Allerdings weitet die Anwohnerschaft ihre Aktion gen Süden Richtung Fröndenberg aus: Hier genau wie auf der anderen Seite des Hohenheider „Gipfels“ verleitet das Terrain nach ihrer Überzeugung zum zu schnellen Fahren; es geht bergab. Auf der anderen Seite ist es die Senke rund 200 Meter vor dem Ortseingang.

Nächstes Treffen am 1. Oktober

Noch in dieser Woche soll ein von möglichst vielen getragener Bürgerantrag an die Stadt Fröndenberg gehen – in Kopie auch an Kreis und Polizei. Im Laufe des Septembers erhoffen die Unterzeichner sich eine Antwort, denn für Dienstag, 1. Oktober, haben sie sich wieder im Gasthofe Hölzer verabredet. „Mal sehen, was bis dahin kommt“, sagt Burchert und lädt Interessierte zur Teilnahme ein. Auch an der Unterschriftenaktion, die noch läuft.

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