Illegale Altöl-Entsorgung: Hoffnung der Ermittler erfüllte sich nicht

dzOstholzbachtal

Ein dreistes Schurkenstück sorgte im Oktober 2019 für Empörung: Etliche Kanister mit Altöl lagen in einem Naturschutzgebiet – illegal entsorgt. Die Staatsanwaltschaft hat nun ernüchternde Nachrichten.

Ardey

, 14.01.2020, 15:28 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Ostholzbachtal in Ardey fand am Morgen des 24. Oktobers ein Spaziergänger Unmengen von Altölkanistern in unmittelbarer Nähe des Bachlaufs vor. Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelten wegen einer Umweltstraftat.

Nicht weniger als 53 Kanister zu fünf Litern, teils nicht richtig verschlossen, sowie mehrere alte Autoreifen mussten damals auf Kosten der Allgemeinheit entsorgt werden. Die Feuerwehr hatte Ölsperren im Ostholzbach und in der Ruhr setzen müssen, weil das Naturschutzgebiet in der Wasserschutzzone I liegt.

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Die Hoffnung, dass die Hinterlassenschaft Rückschlüsse auf ihre letzten Besitzer zulassen könnten, erfüllten sich allerdings nicht. Bereits am 8. November, also rund zwei Wochen nach der Tat, stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein.

Es hätten sich keinerlei Anhaltspunkte auf die Täterschaft ergeben, teilte Staatsanwalt Henner Kruse auf Anfrage mit. Dazu hätte es besonderer Merkmale an Kanistern oder Altreifen bedurft, die aber gab es nicht. Es sei sogar so unwahrscheinlich, dass sich noch Ermittlungsansätze ergeben könnten, dass die Akte auch nicht auf Wiedervorlage gelegt wurde. Sie wird jetzt aber bis zum Eintritt der Verjährung aufbewahrt.

Die Wasserwerke Westfalen hatten eine Woche nach der Tat sogar eine Belohnung für die Ergreifung der Täter ausgelobt.

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