Kurzzeitig geschlossen: Hitze bringt Freibäder an Corona-Kapazitätsgrenzen

dzFreibäder in Fröndenberg

Wo hätten es hitzegeplagte Fröndenberger am vergangenen Wochenende auch besser aushalten können: Doch im Löhnbad und Freibad Dellwig sprangen nicht nur Ruhrstädter ins kühle Nass.

Fröndenberg

, 11.08.2020, 12:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer am vergangenen Wochenende ins Freibad gehen wollte, hatte es in Dortmund schwer, überhaupt ein Ticket zu bekommen, oder stand in Hagen mit hunderten undisziplinierten Badegästen in der Schlange. Im Vergleich dazu ziehen die Fröndenberger Bäderbetreiber eine positive Bilanz zum Hitze-Wochenende – auch aus Sicht ihrer Gäste.

Befände man sich nicht immer noch in einer Pandemie, hätten die Fröndenberger Freibäder mit Sicherheit noch ein paar Badegäste mehr aufnehmen können. Doch aufgrund der Corona-Beschränkungen mussten beide Bäder am Wochenende bereits kurzzeitig schließen.

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Während das Bürgerbad in Dellwig seine Besucherobergrenze in freudiger Erwartung der heißen Tage auf 1200 nach oben setzen konnte, hatte das Löhnbad gleich doppelt Pech. Nicht nur das Coronavirus, sondern auch die aufgrund eines Wasserschadens teilweise gesperrte Liegewiese erlauben nur 750 Personen im Bad.

Nur kurze Schließzeiten

„Diese Obergrenze war am Wochenende erreicht“, sagt Jens Kandelhardt von den Fröndenberger Stadtwerken, der in dieser Woche Bäderleiter Dirk Jürgens vertritt. Der Eingang zum Bad hätte zeitweise geschlossen werden müssen, das allerdings immer nur relativ kurz – und ohne Massenaufläufe oder Ärger. Lediglich am Samstagmorgen zur Öffnung um 9.30 Uhr habe es eine lange Schlange gegeben. Das waren die Badegäste, die sichergehen wollten, Einlass zu bekommen.

Am Löhnbad waren die ersten Badegäste am Samstag besonders pünktlich.

Am Löhnbad waren die ersten Badegäste am Samstag besonders pünktlich. © Udo Hennes

Ähnlich verhielt es sich in Dellwig. Gäste aus Dortmund, Münster oder sogar Gelsenkirchen kamen in den Fröndenberger Ortsteil, weil in vielen anderen Städten eine Voranmeldung bei den Bädern nötig und das Wochenende weit im Voraus ausgebucht war.

Wenige kleine Zwischenfälle

Und der Ausflug in die Ruhrstadt hatte sich für sie gelohnt. Nur einmal musste das Bad in der Mittagszeit für weniger als eine Stunde geschlossen werden. Die Besucher hätten geduldig gewartet, sagt der Geschäftsführer des Bürgerbads Dirk Weise. Bis auf wenige kleine Zwischenfälle hätten sich seine Gäste diszipliniert an Bade- und Coronaregeln gehalten.

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Kurzzeitig musste allerdings die Strategie am Becken geändert werden. Da regelmäßig mehr Leute gleichzeitig ins Wasser springen wollten, als Bändchen zur Verfügung standen, wurde das Becken alle 20 Minuten leer gezogen, bevor 180 neue Badegäste hinein durften.

Jetzt die Badesachen packen

Sowohl Jens Kandelhardt als auch Dirk Weise rechnen damit, dass die kommenden Tage entspannter werden. Die Schule startet wieder und die Temperaturen sind nicht mehr ganz so hoch. Wer sich ohne großes Warten Abkühlung verschaffen möchte, sollte also jetzt seine Badetasche packen.

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