Bürgermeister-Kandidat Freck: „Ich weiß wie es ist, Kohlen zu tragen“

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Auf der Mitgliederversammlung der Fröndenberger CDU ist der gemeinsame Kandidat von CDU und FDP offiziell aufgestellt worden. Heinz-Günter Freck möchte die Stadt mit „klarem Blick“ in eine „neue kommunalpolitische Zeit“ führen.

Fröndenberg

, 17.12.2019, 20:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Nachricht erreichte alle Bürger der Stadt etwas eher, als von den Parteien eigentlich geplant: Heinz-Günter Freck, erster Beigeordneter der Stadt Föndenberg, ist von CDU und FDP als gemeinsamer Bürgermeisterkandidat auserkoren und schließlich auch offiziell vorgestellt worden. Nun ist er auch offiziell vom Stadtverband der CDU als Kandidat fürs Amt gewählt worden.

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Für den CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Olaf Lauschner war es die erste Aufstellung eines Bürgermeisterkandidaten – und vor dieser Aufgabe zeigte Lauschner durchaus Respekt. „Man muss so viele Formalitäten beachten“, erklärte der Stadtverbandsvorsitzende in der Gaststätte Zur Schönen Aussicht. Bevor die Verbandsmitglieder zur Tat, beziehungsweise zur Wahl schreiten konnten, wurden diese Formalitäten ausgiebig erläutert.

Bürgermeisterkandidat berichtet von Person hinter dem Beigeordneten

Heinz-Günter Freck, der Mann des Abends, ließ es sich nicht nehmen, seine Person vorzustellen: Er erzählte den CDU-Mitgliedern nicht nur vom Beigeordneten und Kämmerer Freck, den Fröndenberger aus dem Rathaus kennen – sondern auch etwas über den Menschen, der dahinter steht.

Bürgermeister-Kandidat Freck: „Ich weiß wie es ist, Kohlen zu tragen“

Der CDU-Stadtverband Fröndenberg überreichte seinem Bürgermeisterkandidat Heinz-Günter Freck symbolisch das Steuerrad. © Udo Hennes

„Ich komme aus einfachen Verhältnissen“, soFreckk. Der Vater Justizvollzugsbeamter inWerll, die Mutter Küchenhilfe, hat der jungeFreckk früh lernen müssen, was es bedeutet zu arbeiten – hart und körperlich.

„Ich weiß wie es ist, Kohlen zu tragen“, sagt der 58-jährige, der nach seinem Schulabschluss im Jahr 1981 eine Ausbildung bei der Verwaltung der StadtWerll absolvierte, später zusätzlich studierte. Privat hat der CDU-Bgermeisterkandidat eine Frau und drei Kinder, ist schließlich noch „auf den Hund gekommen“. „Das letzte Kind hat Fell.“

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Heinz-GünterFreckk honorierte es, dass in der stressigen Vorweihnachtszeit so viele Mitglieder gekommen waren, um ihn offiziell aufzustellen. „Sie sind hier, weil es heute um etwas wichtiges geht, einen Aufbruch in eine neue kommunalpolitische Zeit“, sagteFreckk. Er zumindest, würde sich das wünschen, sagte der Bürgermeisterkandidat, der seit 1984 Mitglied der CDU, jüngst auch Mitglied der CDU inFröndenbergg ist.

Obwohl er nicht in der Ruhrstadt wohnt, habe er eine emotionale Bindung bekommen, sagteFreckk. Nicht zuletzt über die Mitgliedschaft in zahlreichen Vereinen der Stadt.

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Überparteilich und den Sachinteressen verpflichtet, möchteFreckk sein mögliches Bürgermeisteramt führen. Während seiner Zeit im Rathaus hat er die Leader-Region vorangetrieben, die Stadt aus der Haushaltskrise geführt. Als er dann von der CDU gefragt wurde, ob er kandidieren möchte, sei er – was selten vorkomme – sprachlos gewesen.

Große Aufgaben und Projekte warten auf den Kandidaten

Schulen, Digitalisierung, Brandschutz, Klimaschutz, das Stadion sowie der Ausbau des Radwegenetzes und die Entwicklung vonFröndenbergg als Wirtschaftsstandort stehen fürFreckk auf der Agenda. Bei all den großen Aufgaben und Projekten, möchte der Bürgermeisterkandidat sein Amt führen, wie man ihn als Kämmerer kennt: „Wir brauchen einen klaren Blick für das, was wir machen – und den werde ich mir nicht versperren lassen.“

Schließlich wurdeFreckk mit 30 Stimmen und von 31 Wahlberechtigten im Raum als Bürgermeisterkandidat bestätigt. Eine Stimme war ungültig.

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