Mit Kommentar: Heimattreue Fröndenberger können sich 5000 Euro verdienen

dzBewerbungskriterien Heimatpreis

Alles besinnt sich der Heimat. Auch Fröndenberg. Ihre Einwohner seien ohnehin schon sehr heimatverbunden, findet die Stadt. Nun lobt das Rathaus bares Geld für jene aus, die das auch begründen können.

Fröndenberg

, 25.10.2019, 15:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Fröndenberg wird 2019 zum ersten Mal ein Heimatpreis ausgelobt. Dabei geht es um Heimat im weiten Sinne, der Stadt geht es vor allem um gesellschaftlichen Zusammenhalt, um Vorbildcharakter und nachhaltige Initiativen.

»Wir möchten, dass die Bürgerinnen und Bürger sich noch mehr mit ihrer Stadt identifizieren.«
Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe

Auslöser für den Preis, der insgesamt mit 5000 Euro dotiert ist und in drei Ränge aufgeteilt wird, ist das Programm des NRW-Heimatministeriums. Die Landesregierung übernimmt auch das Preisgeld. Den Zuwendungsbescheid hat die Stadt bereits vor einiger Zeit erhalten.

„Das Thema Heimat wird derzeit groß geschrieben“, sagt Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe. Während die einen den Begriff für antiquiert und ausgrenzend halten, ist er für andere schlicht Ausdruck einer ganz engen Verbundenheit mit einer vertrauten Umgebung, einem Ort oder sogar einem Mensch.

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Die Stadt bevorzugt einen offenen, keinen ausgrenzenden Heimatbegriff. Die Projekte, die sich um den Heimatpreis bewerben können, mögen die Identität und Heimatbewusstsein in Fröndenberg fördern.

Ebenso gut könnten sie aber auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt in besonderer Weise fördern, dazu anreizen, die eigene Heimat zu entdecken, oder Heimat überhaupt erst erlebbar machen.

Dass die Stadt das Mitmachen beim Heimatpreis auf breite Füße stellen will, zeigt sich bei einem weiteren Kriterium für Projekte: Sie eignen sich für eine Bewerbung auch dann, wenn sie Kultur und Kreativität in Fröndenberg bereichern und fördern.

Mit Kommentar: Heimattreue Fröndenberger können sich 5000 Euro verdienen

Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe, Fachbereichsleiter Ole Strathoff, Bürgermeisterreferentin Birgit Preising und Kulturamtsleiter Michael Tillmann (v.l.) hoffen auf viele Bewerbungen um den Fröndenberger Heimatpreis 2019. © Marcus Land

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Zur Sache

Bewerbung bis zum 18. November einreichen

  • Die Initiatoren der Projekte können bis zum 18. November ihre Bewerbungen an die Stadt Fröndenberg schicken.
  • Die Vorschläge können mithilfe eines Vordrucks eingereicht werden, der unter www.froendenberg.de heruntergeladen werden kann.
  • Der ausgefüllte Vordruck kann per E-Mail an heimatpreis@froendenberg.de oder per Briefpost an Stadt Fröndenberg, Heimatpreis, Bahnhofstr. 2, 58730 Fröndenberg/Ruhr gesendet werden.
  • Birgit Preising gibt Auskunft über die Regularien unter Tel. (0 23 73) 976-226 oder b.preising@froendenberg.de
  • Die Preisverleihung wird bereits in der Sitzung des Kulturausschusses am 5. Dezember vorgenommen.

„Es geht uns um die Lebensqualität in und die Verbundenheit mit der Stadt, um Projekte, die vielleicht auch eine Initialzündung bei anderen auslösen können“, konkretisiert der Bürgermeister die Auslobung des Heimatpreises.

Daher solle man auch nicht in erster Linie an Brauchtumsvereine, Geschichts- und Heimatvereine oder das Schützenwesen denken. Auch ein Sport- oder Musikverein, der ein besonderes Projekt angestoßen hat, kann sich bewerben.

Es sind ausdrücklich nicht nur Vereine, Gruppen oder Initiativen angesprochen, sondern auch Menschen, die durch ein herausragendes Einzelprojekt in der Stadt Engagement und Solidarität ausgelöst haben.

Eine sehr wichtige Voraussetzung für die Bewerbung ist, dass das Projekt allgemein zugänglich ist, also nicht ausschließlich Vereinsmitgliedern offensteht.

Die drei Preisträger, die am Ende von einer Jury ausgewählt wurden, können sich über 2500 Euro, 1500 Euro und 1000 Euro freuen.

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