Umbau der Harthaer Straße: Kritische Fragen zu Parkplätzen, Klima und Kosten

dzStadtentwicklung

Die Harthaer Straße wird ihr Aussehen stark verändern: Wo zwischen Überwurf und Bahnübergang heute teils recht wild geparkt wird, soll mehr Ordnung her. Die Politik piesackt die Verwaltung mit Fragen dazu.

Fröndenberg

, 21.08.2020, 15:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Reicht die Breite bei den neuen Parkplätzen an der Harthaer Straße? Wie wird der Klimaschutz beim Umbau verwirklicht? Warum wird Geld für ein Planungsbüro ausgegeben? Der Bauamtsleiter musste im Ausschuss bohrende Fragen parieren.

Die „Neuordnung von Parkplätzen am Bahnübergang“ lautet die Maßnahme im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) schlicht, doch dahinter verbirgt sich eine komplette Überplanung der Harthaer Straße vom Überwurf bis zum Bahnübergang.

Planungskosten von 40.000 Euro sorgen für Unmut

Die Straße steht mittlerweile im Eigentum der Stadt. Sie hat aber heute noch den Querschnitt der früheren Landesstraße. Die Breite gibt daher viel Raum für planerische Überlegungen.

Beauftragt mit Entwürfen für die neue Anordnung von Stellflächen, eine Fahrradabstellanlage im Bereich des Bahnübergangs und E-Lade-Säulen wird ein externes Planungsbüro.

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Für Peter Radzko (FWG) war diese Auftragsvergabe, die rund 40.000 Euro kosten wird, ein Kritikpunkt im Finanzausschuss in dieser Woche. Bauamtsleiter Martin Kramme stellte jedoch kurz und knapp fest: Die personellen Kapazitäten in seinem Team Planen und Bauen reichten ganz einfach nicht aus für diese Aufgabe.

Grundsätzlich kam unter den Lokalpolitikern Unmut darüber auf, dass man den Planern bislang noch wenig Vorgaben habe machen können; unter anderem auch eine Folge des coronabedingten Ausfalls vieler Sitzungen der Fachausschüssen in den vergangenen Monaten.

Breite von 2,70 Meter für Parkplätze „komfortabel“

So forderte Andrea Molitor (Bündnis 90/Die Grünen) ein, beim Umbau des Verkehrsraums entlang der Bahnlinie auch Klimaschutzaspekte zu berücksichtigen. Dazu müsse ein Antrag gestellt werden, ließ Martin Kramme wissen.

Allerdings sei es ein ganz übliches Vorgehen, zunächst den Entwurf von Fachplanern einzuholen und in einem zweiten Schritt in der Politik Änderungswünsche und Ergänzungen zu äußern.

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Schließlich wünschte sich Gerd Greczka (CDU), besonderes Augenmerk auf die Breite der künftigen Parkplätze zu werfen. Negativbeispiel seien die schmalen Stellflächen auf der benachbarten Winschotener Straße: Führe man dort in eine Parklücke, könne man kaum aus seinem Fahrzeug aussteigen.

Martin Kramme beschwichtigte in dieser Frage aber: Die geplante Breite von 2,70 Meter seien „recht komfortabel“. Bisher habe eine Mindestbreite von 2,50 Meter gegolten; in früheren Vor-SUV-Zeiten durften Parkplätze sogar nur 2,30 Meter breit sein.

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