Halloween-Partys in der Corona-Zeit: Stadt gibt klare Empfehlung „es zu lassen“

dzCoronavirus in Fröndenberg

Zum Feiern an Halloween sagt die Stadt Fröndenberg ganz klar nein. Anfragen beim Ordnungsamt habe es tatsächlich gegeben. Ob Kinder von Tür zu Tür ziehen sollten? Das liege zumindest bisher im eigenen Ermessen.

Fröndenberg

, 22.10.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Partys oder das Ziehen von Tür zu Tür am Reformationstag sind nicht jedermanns Sache. Dennoch erfreut sich das Feiern von Halloween seit Jahren wachsenden Beliebtheit. In Fröndenberg hat der Förderverein des Freibads Dellwig in den vergangenen Jahren eine große Grusel-Party organisiert, zu der hunderte Besucher kamen. In diesem Jahr war daran gar nicht zu denken, teilt Sprecherin Annette Reeske auf Nachfrage mit.

Angesichts der wieder steigenden Corona-Zahlen und der Tatsache, dass ja auch im Sommer nicht mit Musik und Tanz gefeiert wurde, hatte sich das Orga-Team auch gar keine großen Hoffnungen gemacht. „Darauf muss man jetzt einfach mal verzichten“, sagt Annette Reeske. Auch wenn sich die Absage einer derart großen Veranstaltung in der Kasse bemerkbar mache. Mit der Halloween-Fete kam nach Ende der Badesaison immer ein kleiner Extrabetrag rein.

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Bei der Fröndenberger Stadtverwaltung habe es einige Anfragen zu Halloween-Feiern im kleineren Rahmen gegeben, teilt Ordnungsamtsleiter Christoph Börger auf Nachfrage mit. Die Stadt habe geraten „es zu lassen“.

Kein ausdrückliches Verbot in der Allgemeinverfügung

Laut aktueller Allgemeinverfügung des Kreises Unna wird von privaten Feiern mit mehr als zehn Personen „dringlich“ abgeraten. Sie sind allerdings nicht ausdrücklich verboten.

Dominique Birkenfeld vom Vorbereitungsteam der Halloween-Party in Dellwig hätte die Puppen auch dieses Jahr mit Sicherheit gerne Tanzen lassen. Aber der Gruselspaß muss in diesem Jahr wegen Corona ausfallen.

Dominique Birkenfeld vom Vorbereitungsteam der Halloween-Party in Dellwig hätte die Puppen auch dieses Jahr mit Sicherheit gerne Tanzen lassen. Aber der Gruselspaß muss in diesem Jahr wegen Corona ausfallen. © Udo Hennes

Derweil diskutieren Eltern im Internet darüber, wie man am Nachmittag und Abend des 31. Oktober mit von Tür zu Tür ziehenden Kindern umgehen sollte. Ein Vorschlag: Mit Türschild signalisieren, ob Kinder klingeln dürfen. Die Kinder stellen dann ein Körbchen hin und halten Abstand.

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Weder in den morgendlichen Krisenstabssitzungen der Stadt Fröndenberg, noch in Gesprächen mit dem Kreis sei bisher darüber geredet worden, sagt Christoph Börger. Solange diese Halloween-Praxis nicht verboten wird, gelten die Regeln, die ohnehin für den öffentlichen Raum gelten. So sollten Kinder etwa nicht in größeren Gruppen losgeschickt werden, sodass Abstände eingehalten werden können.

Neben den Regeln des Landes und der Allgemeinverfügung des Kreises lägen viele Entscheidungen in diesen Tagen auch im persönlichen Bereich der Menschen. Hier gelte es ganz ohne Gebote und Verbote abzuwägen, wie man sich angesichts der Corona-Situation angemessen verhält.

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