Hähnchenhof will Schlachtzahlen erhöhen – einer Erweiterung steht nichts im Wege

dzGeflügelschlachtung

Der Hähnchenhof zur Nieden möchte seine Produktion stark erhöhen. Die Stadt hat die geplante Erweiterung unter Umweltschutzaspekten untersuchen lassen und hat keine Einwände.

Fröndenberg

, 17.11.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Hähnchenhof zur Nieden beziehungsweise die Ardeyer Landhähnchen GmbH plant, sich räumlich zu erweitern. Die Geflügelschlachtanlage soll vergrößert werden, damit der Hof die Schlachtzahlen erhöhen kann. Die Stadt Fröndenberg ist vom Kreis Unna darum gebeten worden, das Bauvorhaben mit Blick auf den Umweltschutz zu bewerten.

Auf dem Hof zur Nieden werden vornehmlich Masthähnchen, Puten, saisonal auch Enten aus eigener Zucht geschlachtet. Um das Geflügel weiterverarbeiten zu können, soll zusätzlich in eine geplante neue Halle eine sogenannte Wurstküche integriert werden.

Hof hat sein 1999 eine Genehmigung für die Schlachtanlage

Genehmigt ist die Geflügelschlachtanlage bereits seit 1999. Vorgabe war damals eine Schlachtung von maximal 4,8 Tonnen Lebendgewicht Geflügel pro Woche. Über das Jahr verteilt sollen mindestens 50 Prozent des geschlachteten Geflügels aus eigener Zucht stammen.

Nun soll die Schlachtung auf 25 Tonnen pro Woche, in der Vorweihnachtszeit in der Spitze sogar auf 100 Tonnen pro Woche erhöht werden. Mit dem Bau einer Halle sollen die Raumverhältnisse so verbessert werden, dass weiterhin ein hygienisch einwandfreier Betrieb gewährleistet ist und zudem die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter verbessert werden.

Rund 1000 Quadratmeter Nutzfläche soll die neue Halle haben

Die neue Halle mit rund 1000 Quadratmeter Nutzfläche soll an die Ost- und Nordseite des Betriebsgebäudes angebaut werden, in dem sich bisher Schlachträume sowie auch Verkauf und Kühlung befanden. Das anfallende Abwasser wird in die Kanalisation geleitet, nachdem es durch eine sogenannte Fettabscheideranlage gelaufen ist. Für das Niederschlagswasser ist eine Muldenversickerung geplant.

Der Flächennutzungsplan spricht laut Stadtverwaltung nicht gegen das Erweiterungsvorhaben. Auch die neue Halle würde auf für die landwirtschaftliche Nutzung bestimmtem Gebiet errichtet.

Daneben dürfen die Bürger in Ardey von der Erweiterung des Geflügelhofs nicht beeinträchtigt werden. Deshalb ist Ende Juli dieses Jahres ein Gutachten erstellt worden. Es besagt, dass sich die Geruchsbelästigung für Anwohner durch die neue Struktur der Anlage sogar verbessere. Auch die Geräusche, die etwa beim Zuliefern oder Verladen entstehen, wurden untersucht. Ebenso die Lüftungs- und Kühlanlage. Mit dem Ergebnis, dass der Geräuschpegel auch zu Spitzenzeiten unter kritischen Werten bleibt.

Ausgleichsfläche wird geschaffen

Weil durch den Erweiterungsbau Fläche versiegelt wird, soll als Ausgleich eine Ackerfläche am Ostholzbach in Brachfläche umgewandelt werden. Insgesamt seien mit der Erweiterung des Betriebs keine erheblichen Umweltauswirkungen verbunden.

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