Auf dem Gelände des ehemaligen Gemeindehauses soll eine Wohnanlage mit 18 Wohnungen entstehen. © Maximilian Konrad
Wohnen in Fröndenberg

Großes Interesse an neuer Wohnanlage in Dellwig

Auf dem Gelände des ehemaligen Gemeindehauses im Fröndenberger Ortsteil Dellwig soll eine Wohnanlage entstehen. Nun steht der Zeitplan für das Projekt fest. Auch erste Interessenten gibt es.

Nicht jeder will ein eigenes Heim mit Garten – zumal das in Fröndenberg auch nicht so leicht zu bekommen ist oder man sehr viel Geld in die Hand nehmen muss. Umso besser, dass für den Ortsteil Dellwig eine Wohnanlage geplant ist.

Wie berichtet, soll auf dem Grundstück der Evangelischen Kirchengemeinde Dellwig ein Komplex mit zwei Baukörpern und insgesamt 18 Wohnungen errichtet werden. Dafür soll das nicht mehr benötigte Gemeindehaus am Strickherdicker Weg abgerissen werden.

Zwei- bis Dreiraumwohnungen geplant

Das Interesse ist jetzt schon groß, obwohl es noch viele Unklarheiten gibt. „Es sind schon viele Bewerbungen im Gemeindebüro eingegangen. Dort liegt eine Liste, wo man sich eintragen kann“, sagt Matthias Ernst, Baukirchmeister im Presbyterium der Kirchengemeinde Dellwig, die zusammen mit dem Kreiskirchenamt und einem Projektplaner für die Wohnanlage verantwortlich ist.

Die Verwaltung erteilte dem Bauvorhaben bereits sein Einvernehmen. Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) wurde zudem bekannt gegeben, dass Zwei- und Dreiraumwohnungen in der Größe von 50 bis 83 Quadratmeter geplant sind.

„Wir sind mit dem Projektplaner im Austausch. Es gibt schon erste Ideen, wie die Wohnanlage aussehen könnte“, sagte Ernst. „Das Tolle ist, dass uns der Projektplaner in sein Konzept mit einbezieht. Das macht nicht jeder so.“

Unklar, welche Art von Wohnungen entstehen

Der Zeitplan sieht so aus, dass das Vorhaben Anfang des kommenden Jahres in der ASU-Sitzung vorgestellt werden soll. Wenn alles genehmigt wird, kann der Bau umgesetzt werden. „Ziel ist, dass die Errichtung im ersten, spätestens im zweiten Quartal 2023 abgeschlossen ist“, berichtet der Baukirchmeister.

Über den Investor gibt es noch keine genauen Erkenntnisse. Ebenso wenig darüber, welche Art von Wohnungen entstehen sollen. Ernst sprach davon, dass es Eigentums- oder Mietwohnungen werden könnten. Aber auch ein Wohnraum mit Genossenschaftsanteilen sei nicht ausgeschlossen.

Fakt ist: Die Kirchengemeinde bleibt Eigentümerin des Grundstücks. Pfarrer Jochen Müller erklärte, dass bei gemeindeeigenen Liegenschaften kirchenrechtlich nur ein Erbpachtvertrag zulässig sei. Als Gemeinde selbst zu bauen und das Wohngebäude zu verwalten, sei letztlich keine Option gewesen, sagt Müller. Dafür reichten die hauptamtlichen Personalkapazitäten der Kirchengemeinde nicht aus.

Über den Autor
Redakteur
Gebürtiger Brandenburger. Hat Evangelische Theologie studiert. Wollte aber schon von klein auf Journalist werden, weil er stets neugierig war und nervige Fragen stellte. Arbeitet gern an verbrauchernahen Themen, damit die Leute da draußen besser informiert sind.
Zur Autorenseite
Maximilian Konrad

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Meistgelesen