Unwetter in Fröndenberg

Großeinsatzlage in Fröndenberg dauert mehr als 55 Stunden

Um gegen die Folgen des Unwetters anzukämpfen, haben mehr als 1300 Kräfte Hand in Hand gearbeitet. Landrat Mario Löhr lobt nun die Anstrengungen aller Beteiligten.
Für die Errichtung eines provisorischen Damms unterhalb des eigentlichen Damms am Fischteich waren zahlreiche Kräfte im Einsatz. Der Fischteich hatte maßgeblich die Aufmerksamkeit der Kräfte gefordert. © Alexander Heine

Nach den kräftezehrenden Tagen dankt Landrat Mario Löhr den mehr als 1300 Kräften, die in Fröndenberg im Einsatz waren, um Schlimmeres zu verhindern: „Für den engagierten Einsatz, der in dieser Form alles andere als selbstverständlich ist, möchte ich allen Einsatzkräften ganz herzlich danken.“

Allein die Feuerwehr wurde nach Angaben des Kreises Unna 400 Mal zur Hilfe gerufen. Zuletzt kämpften die Einsatzkräfte gemeinsam darum, eine Überschwemmung von Teilen Fröndenbergs zu vermeiden.

»Diese große Hilfsbereitschaft mitzuerleben, ist beeindruckend. Sie zeigt, dass wir hier im Kreis Unna gerade in Notsituationen eng zusammenstehen.«

Landrat Mario Löhr

Gefordert waren Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Hilfsorganisationen, Stadtverwaltung und viele weitere Helfer, die seit Sonntag vor Ort waren.

„Neben dem THW, das sich insbesondere um die Deichsicherung und den kontrollierten Ablauf kümmerte, leisteten auch Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst unverzichtbare Dienste“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises Unna. Auch die Polizei war vor Ort. Und über weite Teile koordinierte die Stadt Fröndenberg mit ihrer Feuerwehr den Einsatz.

Kreis Unna dankt zahlreichen Spendern und Helfern

Neben den Helfern in Uniform lenkt der Kreis in seiner Mitteilung den Blick auch auf unzählige weitere Menschen, die in den vergangenen Tagen Besonderes leisteten. So halfen Unternehmen bei der Bewältigung der Lage, Firmen und zahlreiche Fröndenberger spendeten Verpflegung für die Einsatzkräfte, Privatleute boten Material an und Nachbarn halfen einander beim Auspumpen von Kellern und Räumen. Freunde boten Unterkunft für diejenigen an, die die Nacht zum Dienstag nicht zu Hause verbringen konnten.

„Diese große Hilfsbereitschaft mitzuerleben, ist beeindruckend. Sie zeigt, dass wir hier im Kreis Unna gerade in Notsituationen eng zusammenstehen“, sagt Landrat Mario Löhr. Er hatte sich am Montag vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. In der Nacht zu Montag hatte er die Großeinsatzlage ausgerufen, die bis Dienstagmorgen anhielt.

Bis dahin hatten zahlreiche Kräfte die Freiwillige Feuerwehr Fröndenberg unterstützt. Nachbarschaftliche und überörtliche Hilfe kam unter anderem durch die Feuerwehren aus dem gesamten Kreis Unna, aus dem Märkischen Kreis, Kreis Soest, dem Ennepe-Ruhr-Kreis, dem Hochsauerlandkreis, den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein sowie der Städte Dortmund und Hagen. Beteiligt waren unter anderem auch die Kreiseinsatzleitung, der Fernmeldedienst und der Rettungsdienstzug des Kreises Unna. Außerdem war das Personal in der Rettungsleitstelle des Kreises aufgestockt.

Einsatzlage dauert mehr als 55 Stunden

Kreis-Dezernent Uwe Hasche war während der Großeinsatzlage zugleich Krisenstabsleiter. Er unterstreicht: „Die Zusammenarbeit aller Beteiligten war hervorragend. Sie alle haben geholfen, die Schäden bestmöglich zu begrenzen. Ich danke ganz herzlich für das vorbildliche Engagement – und wir sollten uns vor Augen halten, dass die über 55 Stunden andauernde Einsatzlage in Fröndenberg ganz überwiegend von ehrenamtlichen Kräften bewältigt worden ist.“

Nach dem Großeinsatz ist nun für viele in Fröndenberg vor den Aufräumarbeiten. Landrat Mario Löhr: „Auch wenn das Unwetter immense Sachschäden verursacht hat, bin ich froh, dass niemand ernsthaft verletzt wurde. Allen Betroffenen wünsche ich bei der Beseitigung der Schäden viel Kraft und Ausdauer.“

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.