Gottesdienste: Kirchen müssen ab Pfingsten Kontaktdaten der Gläubigen erfassen

dzCorona-Pandemie

Die Kirchen laden wieder zu ihren Gottesdiensten ein - mit einigen Beschränkungen. Ab dem 30. Mai gilt eine wesentliche Änderung in der Coronaschutzverordnung NRW: Die Namen der Gläubigen müssen erfasst werden.

Fröndenberg

, 29.05.2020, 11:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nichts ist in den vergangenen Wochen und Monaten so unstet wie die Coronaschutzverordnung: Die Katholische Kirchengemeinde Fröndenberg hat daher ganz kurzfristig eine dringende Bitte an die Gottesdienstbesucher.

Mit Wirkung ab dem 30. Mai gilt in Nordrhein-Westfalen nämlich die Vorschrift, dass ähnlich wie bislang schon in Gaststätten, Restaurants und Cafés die Kontaktdaten sämtlicher Besucher zwingend erfasst werden müssen.

»Dies war dringend erforderlich, da die Sonntagsmesse um 10 Uhr in dieser Kirche die Kapazität an ihre Grenzen brachte.«
Gemeindereferent Heiner Redeker

Gemeindereferent Heiner Redeker bittet die Teilnehmer an den Heiligen Messen zu Pfingsten daher, bestenfalls einen ausgefüllten Zettel mitzubringen und beim Willkommensdienst an der Kirchentür abzugeben.

Auf dem Zettel sollten Name, Telefonnummer oder Adresse stehen; für jede Familie reicht dabei die Angabe eines Mitglieds. Damit sollen im Fall einer Neuinfektion alle persönlichen Kontakte zurückverfolgt werden können.

Dass die Besucher einen Zettel vorbereiten sollen, hat einen einfachen Grund: Andernfalls müssten die Schreibgeräte in der Kirche nach jeder Berührung ausgetauscht oder desinfiziert werden. „Das ist die einfachste Lösung“, bittet Heiner Redeker im Gespräch mit der Redaktion um Verständnis.

Redeker zeigt sich unterdessen erfreut, dass in der Zeit seit dem Neustart bisher keine Gottesdienstbesucher wegen Überfüllung abgewiesen werden mussten.

Info

Johanneskirche darf Pfingsten 25 Besucher einlassen

  • Ein neues Schutzkonzept für die Frömerner Johanneskirche macht es möglich, dass am Pfingstsonntag 25 Besucher Platz in der Kirche finden werden. „Wir haben noch einmal ganz genau nachgemessen“, so Pfarrer Gisbert Biermann.
  • „Leider sind das nur drei Plätze mehr als bisher. Das liegt an den starren Bankreihen in unserer Kirche, die es unmöglich machen, mehr Plätze unter Einhaltung der Abstandsregeln auszuweisen.“
  • Auf Wunsch von Gemeindemitgliedern ist es auch möglich, durch einen Anruf im Gemeindebüro Plätze im Gottesdienst zu reservieren. Info: www.kirche-froemern.de
  • Der Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr und wird musikalisch gestaltet von Katrin Camatta an der Orgel und Jutta Bednarz mit ihrem Streichinstrument.

In der St.-Marien-Kirche konnte die zulässige Besucherzahl von zunächst 48 auf 64 Personen aufgestockt werden, indem einzelne Stühle mit dem benötigten Sicherheitsabstand in Freiräumen aufgestellt wurden.

„Dies war dringend erforderlich, da die Sonntagsmesse um 10 Uhr in dieser Kirche die Kapazität an ihre Grenzen brachte“, teilt Redeker mit.

Zum Pfingstfest erwarten die Katholiken nun einen größeren Ansturm von Gottesdienstbesuchern. Heiner Redeker: „Es wäre daher schön, wenn sich die Gläubigen mehr auf die Gottesdienste verteilen würden.“

  • Hinreichend freie Plätze gab es bisher in der Vorabendmesse in der St.-Marien-Kirche um 17 Uhr;
  • sowie in der Wort-Gottes-Feier um 11 Uhr in der St.-Josefs-Kirche;
  • auch in St. Konrad in Langschede waren um 11.30 Uhr immer noch einige Plätze frei.

Das Seelsorgeteam dankt den Willkommensdiensten - Malteser Hilfsdienst und Freiwilligen aus den Gemeinden -, die die Einhaltung der Hygienevorschriften gewährleisten und Gottesdienstbesuchern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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