Glasfaser: Hohenheide und Ostbüren haben es jetzt selbst in der Hand

dzBreitbandausbau

Der Startschuss für die Nachfragebündelung ist gefallen: Schaffen Hohenheide und Ostbüren die gesteckten Ziele, schließt die Firma Muenet die Ortschaften ans Glasfasernetz an.

Fröndenberg

, 17.01.2020, 12:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Resonanz war überwältigend – auf der Hohenheide am Mittwoch genauso wie in Ostbüren am Donnerstagabend. Beide Veranstaltungen zeigten: Das Thema Breitband brennt den Menschen unter den Nägeln; und nun haben sie es selbst in der Hand.

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Schaffen sie die von der Firma Muenet gesteckten Hürden an Aufträgen innerhalb der Frist, spannt das Unternehmen ein Glasfasernetz – so wie beispielsweise in Bausenhagen, wo am Montag bereits der symbolische Spatenstich für das Projekt erfolgt ist.

Muenet betrachtet Ortschaften unabhängig voneinander

422 Aufträge für Hohenheide, 200 für Ostbüren – das sind die Ziele, die die Firma Muenet ausgerufen hat. Und zwar unabhängig voneinander. Soll heißen: Selbst wenn eine der beiden Ortschaften es am Ende nicht schafft, wird die andere trotzdem erschlossen.

Gemessen an den Haushalten liegt die prozentuale Messlatte für Ostbüren höher als für die Hohenheide, was freilich an den örtlichen Gegebenheiten liegt. Muenet ist kein barmherziger Samariter, sondern ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das rentabel arbeiten will. Und dicht besiedelte Lagen rechnen sich schneller als verstreut gelegene Siedlungen. Entsprechend legt das Unternehmen unterschiedliche Messlatten an.

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Das führt freilich auch zu unterschiedlichen Reaktionen. Insgesamt waren sowohl die Protagonisten auf der einen als auch Muenet-Geschäftsführer Patrick Nettels auf der anderen Seite zuversichtlich. Auf der Hohenheide sei die Stimmung „sehr, sehr positiv“ gewesen – und in Ostbüren hätten schon am Informationsabend über 150 potenzielle Anschlussnehmer ein positives Signal gegeben, so Nettels. Speziell hier aber seien die Bedingungen mitunter schwierig.

Ostbüren: Teilweise Eigenleistung nötig

„Ostbüren ist an den Rändern zerfasert, dort gibt es mehr Alleinlagen“, sagt Nettels. Das sei kein Ausschlusskriterium, man könne fast jedem ein konkretes Angebot machen. „Da muss teilweise aber auch ein bisschen Eigenleistung erbracht werden“, sagt er. „Da können wir nicht überall das Komfortangebot wie anderswo unterbreiten.“ Ob Einzelne sich davon abschrecken lassen, bleibt abzuwarten. Auf der Hohenheide bleibt nun bis zum 31. Januar Zeit, in Ostbüren bis zum 2. Februar – dann laufen die jeweiligen Fristen für die Nachfragebündelung ab. Schon jetzt aber sei eine gewisse Ungeduld zu spüren, so Nettels. Speziell auf der Hohenheide hätten viele gefragt, wann es denn endlich losgeht.

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