Gesamtschule Fröndenberg kann nach Anmeldung der neuen Fünftklässler aufatmen

dzSchulen

Die Gesamtschule musste 2019 einen deutlichen Einbruch bei den Anmeldezahlen hinnehmen. Man deutete dies als ein Alarmzeichen für einen möglichen Abwärtstrend. Nun atmet die Schulleitung auf.

Fröndenberg

, 15.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Anmeldungen an der Gesamtschule sind gelaufen: Die Zahl der neuen Fünftklässler nimmt im Schuljahr 2020/2021 wieder erheblich zu. Das hat laut Schulleitung durchaus mit der Modernisierung des Schulgebäudes zu tun.

„Das ist ein Batzen mehr.“
Hubert Witte, Vize-Schulleiter

Nachdem am Freitagmittag die Frist für die Anmeldung zum fünften Jahrgang abgelaufen war, konnte Hubert Witte aufatmen: Mit der Zahl von 164 Schülerinnen und Schülern macht die GSF einen regelrechten Sprung nach vorn.

„Das ist ein Batzen mehr“, entfuhr es dem stellvertretenden Schulleiter deshalb auch - eine positive Nachricht, die inmitten des bangen Wartens auf die erahnte Schulschließung wegen des Coronavirus dann noch fast in den Hintergrund geriet.

Sechs Eingangsklassen mit durchschnittlich je 27 Schülern

164 Fünftklässler ab dem kommenden Sommer - das heißt, die Sechszügigkeit, auf die die GSF ausgelegt ist, ist wieder gewährleistet. Im Durchschnitt rund 27 Schüler wird jede Eingangsklasse damit haben. Die zulässige Obergrenze liegt grundsätzlich bei 31.

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Coronavirus: GSF bittet um Disziplin

  • Nach der am Freitag kurzfristig verkündeten landesweiten Schulschließung hat die Schulleitung der GSF noch am Wochenende einen Appell an Schülerinnen und Schüler sowie Eltern formuliert.
  • Es liege jetzt vor allem in der Verantwortung der Schüler und ihrer Eltern zuhause die angebotenen Lernmöglichkeiten zu nutzen, heißt es auf der Homepage der Schule.
  • Die Schüler werden gebeten, sich vorausschauend selbst den Unterrichtsstoff zu erarbeiten; Eltern sollen sich die Lernerfolge möglichst regelmäßig erläutern lassen.
  • Die GSF wird Neuigkeiten per E-Mail an die Schüler versenden; daher sollte mindestens einmal täglich der Posteingang kontrolliert werden.
  • Das Sekretariat der Schule ist besetzt und kann bei benötigter technischer Hilfe angerufen werden.
  • Am Montag und Dienstag bleibt die Schule für Betreuungsbedarf noch geöffnet.

Was Hubert Witte besonders freut: Nach einer ersten Auswertung der Anmeldeformulare geht er davon aus, dass die Übergangsquoten von den drei Fröndenberger Grundschulen wieder gestiegen sind.

Der Einbruch auf nur noch 138 Anmeldungen zum Schuljahr 2019/2020 lag vor allem daran, dass mit nur noch 57 Prozent drastisch weniger Viertklässler von Gemeinschafts-, Overberg- und Sonnenbergschule auf die GSF gewechselt waren.

Dabei sanken zwar im vergangenen Jahr die Übergangsquoten von allen drei Grundschulen mehr oder weniger stark, lagen aber immer noch weit auseinander: Während von der GGS 72 Prozent der Viertklässler auf die GSF wechselten, waren es von der Overbergschule immerhin noch 56 Prozent und von der Sonnenbergschule nur 44 Prozent.

Modernisierung wird von Eltern offenbar positiv aufgenommen

Auch aus Wickede, Menden und Arnsberg sind nun erneut Kinder an der GSF angemeldet worden; die Zahlen im Einzelnen sind aber bisher noch nicht ausgewertet.

Die GSF ist im Umbruch: Das Gebäude wird mit einer Millioneninvestition von Grund auf saniert, die Schule in allen Bereichen modernisiert und digitalisiert.

Offenbar haben Eltern diese Zeichen für eine zukunftsfähige Schule sehr positiv aufgenommen. Das große Interesse an dem Umbau habe man bereits beim Tag der offenen Tür gespürt. „Wir haben einen enormen Zulauf gehabt“, so Hubert Witte.

Es scheint so, dass das Konzept und die Perspektiven der GSF viele Eltern nun überzeugt haben.

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