Tag des Geotops: Zwei Funde aus der Eiszeit im Mittelpunkt - Wanderung am Nachmittag

dzTag des Geotops

Zeitreise ins Fröndenberg vor Tausenden von Jahren: Am 15. September ist der Tag des Geotops. Der Bismarckturm-Verein führt zu diesem Anlass Besucher zu zwei bedeutenden heimischen Fundstücken.

Fröndenberg

, 26.08.2019, 14:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Tag des Geotops ruft wieder heimische Geologen, Hobby-Archäologen und viele weitere Interessierte auf den Plan. Einen Tag lang bestimmen historische Funde aus der Region eine Veranstaltung, die am Sonntag,15. September, rund um den Bismarckturm stattfinden wird.

Für Johannes Grasse vom Heimatverein Frömern sowie Fritz Wunderlich und Frank Lütkefent vom Bismarckturm-Verein, ist der Tag ein echtes Highlight. Sie werden am 15. September rund um den Bismarckturm im Einsatz sein. Sie möchten nicht nur den Menschen aus Fröndenberg ihre Leidenschaft für Gestein-Funde, die allesamt aus der Eiszeit stammen, näher bringen.

Mehrere Experten als Ansprechpartner

Rund sechs Stunden umfasst das Programm. Ab 10.30 Uhr wird der Bismarckturm für Besucher geöffnet sein. Ab 11 Uhr geht es los. Mehrere Experten stehen den Besuchern dann zur Verfügung. Von 11 bis 12 Uhr hält der Bodendenkmalpfleger Michael Becker einen Vortrag zum Thema „Steinzeitliche Werkzeuge und ihre geologische Herkunft“.

Für die Organisatoren ein durchaus lohnenswerter Exkurs, denn auch wenn Becker weder Archäologe noch Geologe ist, so ist er in Sachen Geologie in der Stadt Fröndenberg ein ausgezeichneter Ansprechpartner. Er wird unter anderem in Veröffentlichungen des Geologischen Dienstes, der dem Landesministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie untersteht, gelegentlich zitiert.

Wanderung in der Gegend rund um den Bismarckturm

Im Anschluss daran findet dann von 14 bis 16.30 Uhr eine Wanderung statt. Dabei steuert die Gruppe verschiedene geologisch relevante Stationen an. Im Mittelpunkt des Aktionstages stehen in diesem Jahr vor allem zwei heimische Fundstücke, die eiszeitliche Spuren in Frömern offenbaren: Der eine Findling befindet sich in der Nähe von Hof Haßlei, der andere unmittelbar vor der Einfahrt von Hof Plaas-Beisemann.

„Eines der größten Fundstücke in Frömern“

Letzterer wurde 2007 bei Erdabgrabungsarbeiten entdeckt, die auf dem Grundstück von Hof Plaas-Beisemann durchgeführt wurden. „Es ist vermutlich eines der größten Fundstücke in Frömern und Umgebung“, sagt Grasse. Der rund drei Tonnen schwere Findling gehört offenbar vom Material her zu den Graniten.

Laut Aussagen von Grasse hat er eine weite Reise hinter sich: Er stammt vermutlich aus dem Raum Nordschweden-Südwestfinnland. Über Eismassen wanderte er bis nach Mitteleuropa und landete eben – zum Glück von Grasse und Co. – in Frömern.

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