Gekappte Telefonleitung am Hirschberg: Anwohner und JVK betroffen

dzTelekom

Drei Tage lang waren auf dem Hirschberg einige Telefone tot. Erst am Montagnachmittag haben Anlieger wie auch das Justizvollzugskrankenhaus wieder eine freie Leitung.

Fröndenberg

, 29.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Stefan Krebber wohnt am Hirschberg 7, hat dort auch Büroräume für sein Gartenbau-Unternehmen. Am Wochenende erledigt der Unternehmer sonst mit auf den Baustellen ist, gerne den Bürokram. Weil das Unternehmen auch auf Friedhöfen tätig ist, ist es auch keine Seltenheit, dass sogar sonntags das Telefon klingelt. Am vergangenen Wochenende war Stefan Krebber allerdings nicht zu erreichen, seit Freitag war seine Telefonleitung tot. Und der Handyempfang auf dem Hirschberg sei so schlecht, dass man dort eigentlich kaum telefonieren könne, weiß der Anwohner.

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Bei Erdarbeiten wurde ein Kabel durchtrennt

Bei Erdarbeiten unweit des Grundstücks wurde ein Kabel der Telekom durchtrennt. Stefan Krebber hält eines der Kabelenden am Montag verärgert in der Hand. Das andere Ende kommt ein Stück versetzt aus dem Erdreich. Das provisorisch zu flicken, wäre ein Leichtes gewesen, sagt Krebber. Besonders ärgert er sich darüber, von der Telekom vertröstet worden zu sein. Hilfe sollte eigentlich am Samstag kommen, dann wurde daraus Sonntag. Am Montag gegen Mittag war immer noch kein Mitarbeiter der Telekom vor Ort, um nach dem Rechten zu sehen.

Während einige Anlieger gar nicht betroffen waren, bereitete das gekappte Kabel auch einem sehr großen Nachbar Probleme. Das Fröndenberger Justizvollzugskrankenhaus war durch die Störung ebenfalls nicht telefonisch erreichbar. Was das fürs JVK bedeutete, erklärt Einrichtungsleiter Joachim Turowski, der erst, nachdem die Störung am Montagnachmittag behoben wurde, wieder telefonieren kann.

Slapstik mit dem Handy am Justizvollzugskrankenhaus

„Das war schon irgendwie Slapstick“, beschreibt Turowski die Kommunikationsversuche auf dem Hirschberg. Aus Sicherheitsgründen sind in der Einrichtung Handys verboten. Für den Notfall war eines erlaubt, dass sich alle Mitarbeiter teilen müssen. Und weil der Empfang auf der Anhöhe bekanntlich so schlecht ist, mussten die Mitarbeiter das Handy oft gen Himmel halten, wild damit fuchteln und umher laufen, um eine Stelle zum Telefonieren zu finden. Fast drei Tage lang. „Eigentlich ist das ein Unding“, sagt Turowski. Für solche Fälle gebe es in der JVK keine bessere Lösung.

Weil das Internet funktionierte, konnten die Mitarbeiter zumindest über das World Wide Web Kontakt mit der Außenwelt aufnehmen, die alltäglichen Arbeitsabläufe koordinieren.

Aus Sicht der Telekom hätten die Handwerker „umgehend mit der Instandsetzung bekommen“. Das teilte das Unternehmen schriftlich mit.

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