Gefährliche Kreuzung in Frömern: Fehlender Pinselstrich verhindert monatelang Stoppschild

dzVon-Steinen-Straße

Bevor ein neues Stoppschild in Frömern aufgestellt werden kann, muss die Haltelinie markiert werden. Straßen NRW erläutert, warum man im Dorf monatelang auf den Pinselstrich wartete.

Fröndenberg

, 16.11.2018, 15:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Einmündung vom Mühlenweg auf die Von-Steinen-Straße gilt im Ort als unübersichtlich und gefährlich. In der Vergangenheit hatte es zahlreiche Verkehrsunfälle gegeben. Ratsherr Oliver Funke hatte aus diesem Grund bereits in der ersten Jahreshälfte den Antrag gestellt, den Mühlenweg mit einem Stoppschild auszustatten. Der Antrag wurde auch angenommen und von der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Unna ein entsprechendes Verkehrszeichen angeordnet. Für die praktische Umsetzung ist wiederum der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig, weil der Mühlenweg auf eine Landesstraße, die L 679, einmündet. Die Anordnung des Stoppschildes wurde auch nach Gelsenkirchen gemeldet – allein Zeichen und Stopplinie ließen auf sich warten. Neben dem Kreis mahnte auch die Stadtverwaltung die Anbringung mehrfach an, wie Dietmar Weischer aus dem städtischen Ordnungsamt bestätigt.

In der kommenden Woche soll nun endlich eine Haltlinie markiert werden

Der Landesbetrieb ließ am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung wissen: Nächste Woche wird markiert. Auch der Landesbetrieb habe mehrfach bei der Markierungsfirma nachgehakt. Dort habe man den Auftrag als erledigt betrachtet, den Mühlenweg in Frömern aber offenbar mit einer anderen Maßnahme in der Mühlenstraße in Holzwickede verwechselt.

Gefährliche Kreuzung in Frömern: Fehlender Pinselstrich verhindert monatelang Stoppschild

Seit Jahren gilt der Kreuzungsbereich der Von-Steinen-Straße mit dem Mühlenweg und der Straße In der Twiete als Gefahrenpunkt. © Hennes

Oliver Funke hält es für wahrscheinlicher, dass sich die Fahrt nach Frömern für das Unternehmen bislang nicht gelohnt hat. Unterdessen zeigt sich Funke dennoch nicht zufrieden mit der Verkehrssituation in Frömern. Die Geschwindigkeitsmessungen auf der Ortsdurchfahrt hatten im Mittel erhöhte Werte oberhalb der zulässigen 30 Stundenkilometer ergeben. Funke berichtet von vielen Rasern, die Dorfbewohner täglich dort erlebten. Die Standorte der Messtafel der Stadt und des Messgerätes des Kreises hält er für fragwürdig. „Die Messungen hätte man näher an der Kreuzung durchführen müssen“, findet Funke. Zudem seien schwere Unfälle im Kreuzungsbereich Mühlenweg/In der Twiete in den zurückliegenden Monaten belegt. Die Kreuzung werde von den Verkehrsbehörden aber nicht als Unfallschwerpunkt mit entsprechenden Maßnahmen geführt.

Weiterhin Raser: Ratsherr will ADAC und Verkehrswacht einschalten

Laut Michael Arnold von der Straßenverkehrsbehörde habe man durchaus an Stellen gemessen, wo mit Schnellfahrern zu rechnen gewesen sei. Die Messergebnisse könnten auch durchaus weitere Folgen haben: Weil 16 Prozent der erfassten Fahrzeuge Tempo 30 überschritten, sei eine Radarmessung mit Verwarnungsgeldern denkbar. Es stelle sich aber in Frömern ein praktisches Problem: Der Radarwagen des Kreises benötigt eine lange Gerade für eine verwertbare Messung – die sei im kritischen Bereich nicht gegeben.

Oliver Funke plant nun, auch den ADAC und die Verkehrswacht zu Rate zu ziehen. „Man muss die Autofahrer dafür sensibilisieren, dass dort auch ein Schulweg entlang führt.“

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