Gebühren in Fröndenberg sinken in Richtung 1000 Euro

dzGebühren

Die städtischen Gebühren für Müllabfuhr, Straßenreinigung und Abwasserbeseitigung bewegen sich 2020 auf die 1000-Euro-Marke in einem Musterhaushalt zu. Dabei gibt es eine positive Entwicklung.

Fröndenberg

, 12.12.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Rat hat am Mittwoch die Gebühren für das Jahr 2020 beschlossen. Für die Abfuhr von Rest- und Biomüll, die Reinigung der Straßen und die Beseitigung des Abwassers wird ein Musterhaushalt insgesamt rund 1000 Euro bezahlen.

Die Tendenz nähert sich damit wieder einem Wert, den Fröndenberg zuletzt 2014 fast punktgenau erreichte: Damals zahlten die Haushalte im Durchschnitt ziemlich genau 1000 Euro an Gebühren, jetzt sinkt der Wert von 1025,99 Euro im laufenden Jahr auf 1010,29 Euro im nächsten Jahr.

Nachdem das Gebührenniveau im Vorjahr noch stagnierte, sind diesmal die gesunkenen Kosten bei der Abwasserbeseitigung allein verantwortlich für die positive Entwicklung.

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  • Die Abwassergebühr setzt sich aus den Gebühren für das Schmutzwasser sowie für das Regenwasser zusammen. Den deutlichsten Gebührenrückgang gibt es nun beim Schmutzwasser, also dem Wasser, das spiegelbildlich der Menge des bezogenen Frischwassers entspricht.
  • Die Kosten der Straßenreinigung werden 2020 von 165.258 Euro auf 145.650 Euro sinken. Gleichzeitig erhöhen sich allerdings für den Winterdienst wegen einer vereinbarten Preisgleitklausel. Unterm Strich wird die Gebühr unverändert bleiben.
  • Beim Restmüll erhöhen sich war die Entsorgungskosten durch die GWA und die Abfuhrkosten durch die stadteigene Kommunalservice AöR. Weil die Gebührenrücklage angezapft wird, bleiben die Gebühren dennoch stabil.
  • Auch beim Biomüll erhöhen sich die Entsorgungskosten. Weil aber auch hier in die Gebührenrücklage gegriffen wird, werden den Verbrauchern keine höheren Gebühren in Rechnung gestellt.

Musterhaushalt muss Gebühren von 1010 Euro berappen

Die Stadt hat errechnet, dass ein Musterhaushalt 2020 Gebühren von insgesamt 1010,29 Euro berappen muss. Zugrunde gelegt ist eine Restabfalltonne von 60 Litern (134,74 Euro), eine Straßenreinigungsgebühr für eine Grundstücksfront von 15 Metern (25,65 Euro), ein Schmutzwasserverbrauch von 160 Kubikmetern (643,20 Euro) und eine Regenwasserentsorgung von 130 Kubikmetern (206,70 Euro).

Damit zahlt dieser Durchschnittshaushalt 2020 genau 15,70 Euro weniger in die Stadtkasse. Nicht ganz aufgefangen werden kann damit die Erhöhung des Strompreises, den die Stadtwerke für 2020 angekündigt hatten.

Ein Musterhaushalt, der 3000 kW/h Strom im Jahr verbraucht, muss nach Berechnungen der Stadtwerke 35,16 Euro mehr bezahlen.

Die Preise für Gas und Wasser bleiben dagegen 2020 unverändert.

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